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Felswand stürzt in Brasilien auf Touristenboote
Panorama 1 09.01.2022
Sieben Tote

Felswand stürzt in Brasilien auf Touristenboote

Taucher suchen in dem Areal nach Leichen.
Sieben Tote

Felswand stürzt in Brasilien auf Touristenboote

Taucher suchen in dem Areal nach Leichen.
Foto: AFP
Panorama 1 09.01.2022
Sieben Tote

Felswand stürzt in Brasilien auf Touristenboote

Ein Video zeigte den Augenblick, in dem sich ein großer Teil eines Felsens löste und auf die kreuzenden Ausflugsboote kippte.

(dpa) - Auf einem See in Brasilien sind mindestens sieben Touristen ums Leben gekommen, als eine Felswand auf ihre Boote stürzte. Drei Menschen würden noch vermisst, teilte die Feuerwehr des Bundesstaates Minas Gerais am Sonntagmorgen (MEZ) auf Twitter mit. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, von denen am Sonntag noch vier im Krankenhaus lagen.

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Ein Video zeigte den Augenblick, in dem sich ein großer Teil eines Felsens löste und auf die unter ihm auf dem Lago de Furnas in Capitólio kreuzenden Ausflugsboote kippte. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Boote direkt getroffen und zwei weitere indirekt. Alle Toten waren auf einem einzigen Boot mit dem Namen „Jesus“.

Taucher wurden zu dem rund 400 Kilometer nördlich der Millionen-Metropole São Paulo gelegenen See geschickt, dessen Canyons ein beliebtes Ausflugsziel in der Region sind. Der großflächige Furnas-Stausee im Rio Grande ist auch als „Meer von Minas“ bekannt.

„Wir erleben in unserem Bundesstaat heute den Schmerz einer Tragödie, ausgelöst von den schweren Regenfällen, durch die sich eine Felswand am Furnas-See in Capitólio löste“, schrieb der Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, auf Twitter. In dem Bundesstaat hatte es zuletzt wie im nordöstlich angrenzenden Bahia teilweise heftig geregnet. Die brasilianische Marine, die sich an der Rettungsaktion beteiligte, kündigte eine Untersuchung an, um die Unglücksursache zu ermitteln.


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Abholzung im Amazonasgebiet steigt weiter stark an
Präsident Jair Bolsonaro sieht das Amazonasgebiet vor allem als ungenutztes wirtschaftliches Potenzial.

In Medien und sozialen Netzen machte ein Facebook-Post die Runde, mit dem ein Nutzer schon vor zehn Jahren vor der Gefahr eines Felssturzes am Furnas-See gewarnt hatte. „Dieser Stein wird fallen...“, hatte der Arzt Flávio Freitas im März 2012 zu einem Foto geschrieben, das einen langen senkrechten Riss in der Felswand über dem Wasser zeigte.     

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