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Fast dreimal so viele Millionäre wie vor 20 Jahren
Panorama 2 Min. 18.06.2020

Fast dreimal so viele Millionäre wie vor 20 Jahren

Fast dreimal so viele Millionäre wie vor 20 Jahren

Foto: Pixabay
Panorama 2 Min. 18.06.2020

Fast dreimal so viele Millionäre wie vor 20 Jahren

24 Millionen Menschen auf der Welt haben ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar.

(dpa) - Die Zahl der Millionäre weltweit hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group verfügten Ende 2019 mehr als 24 Millionen Menschen über ein Vermögen von einer Million US-Dollar (rund 891.000 Euro) oder mehr. 1999 waren es noch 8,9 Millionen Menschen. Die große Mehrheit von ihnen lebt in den USA. 


A Moody's sign on the 7 World Trade Center tower is photographed in New York August 2, 2011.   Behind all too many of market moves in government debt of late has been a report from one of the major credit ratings agencies. Standard & Poor's is the biggest and arguably the most influential, fast followed by Moody's Investor Service and then their smaller rival, Fitch Ratings. In national capitals, they are alternately villified by politicians or held out as just arbiters for denouncing government profligacy.   REUTERS/Mike Segar   (UNITED STATES - Tags: BUSINESS POLITICS)
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2.400 Menschen auf dem Globus besitzen mehr als  100 Millionen US-Dollar (rund 89,1 Mio Euro) Vermögen. Die meisten davon leben in den USA. An zweiter Stelle folgt China, den dritten Platz belegt Deutschland. Insgesamt verfügen Millionäre weltweit über mehr als 50 Prozent des weltweiten Vermögens.  

BCG-Autorin Anna Zakrzewski erwartet für die kommenden Jahre aber eine etwas gleichere Verteilung. Auch der Anteil von Frauen unter den Reichen wird ihr zufolge steigen, deren Vermögen wachse immerhin schneller als das von Männern.  

Corona-Krise dämpft Wachstum von Privatvermögen

Derweil könnte der Zuwachs der Privatvermögen wegen der Corona-Krise einen deutlichen Dämpfer bekommen. Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group korrigierte am Donnerstag die Vorjahresprognose von 5,7 Prozent jährlichem Wachstum für die kommenden fünf Jahre auf 1,4 bis 4,5 Prozent nach unten. „Wir gehen für die nächsten fünf Jahre von einer zukünftigen Wachstumsrate aus, die im Schnitt halb so hoch ist wie 2019“, sagte Autorin Anna Zakrzewski bei der Vorstellung der Untersuchung. Dies gelte für alle drei entwickelten Szenarien zur Corona-Krise und der wirtschaftlichen Erholung.


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Im Vergleich zur Finanzkrise 2008 ist die Arbeitslosigkeit in den USA in der derzeitigen Wirtschaftskrise stärker gestiegen. Auch ein höherer Rückgang des Bruttoinlandprodukts werde erwartet, hieß es bei der Vorstellung der Studie. Die globalen Kapitalmärkte hätten sich zwar stabilisiert, mit weiterer Unbeständigkeit sei aber zu rechnen.

Vor Beginn der Corona-Krise war das weltweite Privatvermögen deutlich gewachsen. Von 2018 auf 2019 war es um Währungseffekte bereinigt um zehn Prozent auf rund 226 Billionen US-Dollar (etwa 201 Bio Euro) gestiegen. 2019 sei damit das stärkste Jahr der vergangenen zehn Jahre gewesen, sagte Zakrzewski. Deutschland liegt der Studie zufolge mit Privatvermögen von insgesamt 7,7 Billionen US-Dollar (rund 6,9 Bio Euro) weltweit weiterhin auf Platz fünf.

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