Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Facebook: Es war keine Hackerattacke
Panorama 27.01.2015 Aus unserem online-Archiv
Soziales Netzwerk

Facebook: Es war keine Hackerattacke

Soziales Netzwerk

Facebook: Es war keine Hackerattacke

AFP
Panorama 27.01.2015 Aus unserem online-Archiv
Soziales Netzwerk

Facebook: Es war keine Hackerattacke

Am Morgen war Facebook knapp eine Stunde nicht erreichbar. Das Problem konnte inzwischen gelöst werden. Facebook dementierte, dass Hacker für die Panne verantwortlich sind.

(TJ/ml/ks) - Wer nach dem Aufstehen schnell eine Runde auf Facebook surfen wollte, wurde am Dienstagmorgen enttäuscht. Das soziale Netzwerk war zwischen sieben und acht Uhr morgens nicht zu erreichen. Facebook-User erhielten lediglich eine Fehlmeldung. Die Website des weltgrößten Online-Netzwerks ließ sich nicht aufrufen, die Apps funktionierten nicht. Auch in der Vergangenheit hatte es immer wieder Facebook-Ausfälle gegeben, die zum Teil einige Stunden dauerten.

Die weltweite Panne dauerte rund eine Stunde lang. Mehr als eine Milliarde Nutzer dürften davon betroffen gewesen sein. Das Netzwerk lag auch in den USA und in Asien völlig brach. Des Weiteren war das Fotonetzwerk Instagram nicht zu erreichen. Einige User meldeten, dass es ebenfalls Schwierigkeiten mit den Diensten Tinder und AIM gebe. Seit 8.14 Uhr lässt sich die Facebook-Seite allerdings wieder öffnen.

Facebook erklärte, die Panne sei nicht auf einen Cyberangriff zurückzuführen. Die Probleme seien aufgetreten, "nachdem wir eine Änderung eingeführt haben, die unsere Konfigurationssysteme beeinträchtigte". Die britische Zeitung "The Guardian" hatte zuvor berichtet, dass sich die Hackergruppe Lizard Squad zu einer Attacke auf Facebook bekannt habe. Lizard Squad ist eine Hackergruppe mutmaßlicher Islamisten, die bereits im vergangenen Monat Sony Playstation Network und das Netzwerk Xbox Live von Microsoft im Visier hatte.

Erst am Montag haben die Hacker eigenen Angaben zufolge die Internetseite der Fluggesellschaft Malaysia Airlines angegriffen. Auf der Homepage erschien eine Eidechse in Zylinder und Frack. Darüber prangte der Schriftzug „404 – Plane not found“. Der Schriftzug wurde von den Hackern ganz bewusst gewählt: Der Malaysian Airlines Flug MH370 verschwand im März 2014 mit 239 Menschen an Bord.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Der Facebook-Skandal zeigt: Wer im Netz surft, hat die Kontrolle über seine Daten verloren. Jetzt sind neue Spielregeln für die Bewahrung der Privatsphäre gefragt.
(FILES) In this file photo taken on November 20, 2017 A picture taken on November 20, 2017 shows logos of US online social media and social networking service Facebook.
Cambridge Analytica is a private company for strategic communication and data analysis at the heart of a scandal over the use of personal data collected on Facebook. A subsidiary of Strategic Communications Laboratories (SCL), Cambridge Analytica (CA) has offices in New York, Washington and London and is directed by Alexander Nix. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE
Datenkrake Facebook
Hier ein Klick auf „Gefällt mir“, dort ein schneller Kommentar - und schon entsteht ein ziemlich vollständiges Bild des einzelnen Nutzers. Viele Menschen wissen gar nicht, was Facebook alles über sie weiß. Und das zu prüfen, ist oft gar nicht so leicht.
10.11.Facebook / Prozess gegen Hass auf sozialen Medien foto:Guy Jallay
Die gewaltige Rechen-Infrastruktur von Facebook ist darauf getrimmt, Milliarden von Einträgen, Fotos und Videos umzuschlagen. Doch in jüngster Zeit häufen sich Ausfälle. Wieso genau, bleibt unklar.
Facebook betreibt eine gewaltige Infrastruktur mit mehreren Rechenzentren.
Das Online-Netzwerk entwickelt nach Informationen der „Financial Times“ eine Plattform für Unternehmen. Die Trennung von privatem und beruflichem Profil soll möglich sein. Derzeit wird der Dienst getestet.
Künftig könnte Facebook nicht mehr nur dazu dienen, vorwiegend private Kontakte zu pflegen.