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Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Kündigung: Großherzoglicher Hof bevorzugt Prozess gegenüber Geldzahlung
Panorama 24 2 Min. 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Kündigung: Großherzoglicher Hof bevorzugt Prozess gegenüber Geldzahlung

Großherzogin Maria Teresa, hier auf Schloss Berg, würde gerne humanitäre Hilfe in ihrem Heimatland Kuba leisten.

Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Kündigung: Großherzoglicher Hof bevorzugt Prozess gegenüber Geldzahlung

Großherzogin Maria Teresa, hier auf Schloss Berg, würde gerne humanitäre Hilfe in ihrem Heimatland Kuba leisten.
AFP
Panorama 24 2 Min. 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Kündigung: Großherzoglicher Hof bevorzugt Prozess gegenüber Geldzahlung

Kerstin SMIRR
Kerstin SMIRR
Eine frühere Mitarbeiterin des großherzoglichen Hofs klagt gegen ihre Kündigung. Großherzogin Maria Teresa hat nun in einem Interview erklärt, sie halte nichts davon, die Angelegenheit mit Geld aus der Welt zu schaffen.

(AFP/ks) - Eine Ex-Mitarbeiterin des großherzoglichen Hofs klagt vor Gericht gegen ihre Kündigung. Zudem wirft sie ihrem früheren Arbeitgeber Mobbing vor. In einem Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP erklärte Großherzogin Maria Teresa nun, sie halte nichts davon, eine solche Angelegenheit mit einer Geldzahlung aus der Welt zu schaffen, um einem öffentlichen Prozess aus dem Wege zu gehen.

Es ist ethisch nicht vertretbar, unsere Probleme mit dem Geld des Steuerzahlers zu regeln.

"Es ist ethisch nicht vertretbar, unsere Probleme mit dem Geld des Steuerzahlers zu regeln", sagte sie. "Wir bevorzugen es, und mein Mann unterstützt mich darin, dieses Risiko einzugehen und der Justiz voll zu vertrauen als exorbitanten Forderungen nachzugeben."

Der großherzogliche Hof befindet sich derzeit in einer internen Reorganisation, der zu mehr Authentizität und Transparenz führen soll. Diese Neustrukturierung wurde bereits im Oktober angekündigt.

Großherzogliches Paar öffnet "viele Türen"

In dem Gespräch verteidigt die Großherzogin die konstitutionelle Monarchie. Die Staatsbesuche führten zu einer erhöhten Aufmerksamkeit für Luxemburg und öffneten "viele Türen". Im Hinblick darauf, dass die Rolle als Großherzogin in der Verfassung nicht festgeschrieben ist, erklärte Maria Teresa, dass die Monarchie immer eine  "Paarangelegenheit" sei. Ob in Spanien, Belgien oder den Niederlanden: Der Partner trage zur "Ausstrahlung der Monarchie" bei.

Maria Teresa und Henri sind seit 35 Jahren verheiratet. Ein Rückblick in Bildern*:

Ihre Funktion nutzt Großherzogin Maria Teresa, um humanitäre Projekte zu unterstützen. Im Interview erklärte sie, dass es ihr Traum sei, mit dem Nobelpreisträger Muahmmad Yunus Mikrokredit-Projekte in ihrem Heimatland Kuba zu entwickeln. "Das würde ich mit Leidenschaft machen. Ich weiß nicht, ob die Öffnung des Landes schon weit genug fortgeschritten ist, um dies jetzt zu beginnen, aber es ist ein Traum, den ich habe."

Im Oktober 1959 - Maria Teresa war drei Jahre alt - verließ die Tochter eines kubanischen Bankers mit ihrer Familie Havanna aufgrund jener Revolution, die Fidel Castro an die Macht brachte. "Er war weder Freund noch Feind. Wegen ihm musste meine gesamte Familie die Insel Kuba verlassen. Die Situation war nicht einfach", erzählt sie. Zur Verlobung mit Henri im Jahr 1980 habe dann aber Fidel Castro als erster mit einem zugesandten Blumenstrauß gratuliert. Die Großherzogin begrüßt die Annäherung zwischen USA und Kuba. Sie sei "sehr froh für die kubanische Bevölkerung, die lange Jahre gelitten hat".

Die Fotos stammen von: Cour Grand-Ducale/Carole Bellaiche, Christian Aschmann, Lola Velasco, Guy Wolff, Cyril Bailleul, Großherzoglicher Hof, Edouard Kutter, Tony Krier, Paul Aschmann, Photothèque Stadt Luxemburg, Nicolas Bouvy, Thomas Barbencey (SIP), Belga, Emmanuele Scorceletti, Jean Weyrich, Lé Sibenaler, Marc Wilwert, Guy Jallay, Serge Waldbillig, Gerry Huberty und Armand Thill.

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