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ESC: Europa im Einklang
Panorama 9 3 Min. 14.05.2019

ESC: Europa im Einklang

Die Proben laufen auf Hochtouren: Michael Rice tritt für das Vereinigte Königreich an.

ESC: Europa im Einklang

Die Proben laufen auf Hochtouren: Michael Rice tritt für das Vereinigte Königreich an.
Foto: Eurovision.tv
Panorama 9 3 Min. 14.05.2019

ESC: Europa im Einklang

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
In Israel dreht sich in dieser Woche alles um den Eurovision Song Contest. Los geht es am Dienstagabend in Tel Aviv mit dem ersten Halbfinale.

Zwölf Punkte für Luxemburg – diese Worte werden auch in diesem Jahr nicht beim Eurovision Song Contest (ESC), dem Musikwettbewerb der Europäischen Rundfunkunion (EBU), fallen. Das Großherzogtum sandte letztmals 1993 ein Künstler-Duo – Simone Weis und Jimmy Martin – zum paneuropäischen Megaevent aus.

Mit dabei sind bei der 64. Ausgabe des ESC, der aufgrund des Sieges von Sängerin Netta („Toy“) im vergangenen Jahr nun in Israel stattfindet, insgesamt 41 Länder. Es fehlen unter anderem Bulgarien und die Slowakei aus budgetären Gründen sowie Bosnien und Herzegovina aufgrund eines Banns durch die EBU (fehlende Beitragszahlungen). Auch die Ukraine ist nicht dabei: Hier sorgte ein Vertragsstreit mit dem Sieger des Vorentscheids für Probleme. Und die Türkei: Das Land tritt aus verschiedenen Gründen nicht mehr an. Kritisiert werden unter anderem das Abstimmungsverfahren, bei dem neben den Zuschauern auch eine Jury Punkte verteilen darf, sowie die tolerante Ausrichtung des Wettbewerbs, bei dem 2014 die bärtige Drag-Performerin Conchita Wurst triumphierte.


Die Sängerin Netta aus Israel freut sich beim Finale des 63. Eurovision Song Contest über ihren Sieg und hält dabei die ESC-Trophäe in den Händen. Sie trat mit dem Lied «Toy» an.
Countdown läuft: Delegationen beim ESC-Auftakt
In zwei Tagen, genau am 14. Mai, beginnt der größte Song Contest der Welt. Pünktlich zum Auftakt präsentieren sich die Gruppen aus insgesamt 41 Teilnehmerländern.

Den Startschuss zur ESC-Woche geben die vier Moderatoren – darunter Supermodel Bar Refaeli – am Dienstagabend beim ersten Halbfinale, das auf den Sendern One, France 4 und la une übertragen wird. Das zweite Semifinale findet am Donnerstag statt, das Finale am Samstag.

Das große ESC-Fieber war in Tel Aviv bis vor einigen Tagen laut Medienberichten noch nicht zu spüren. Grund für das Fernbleiben von Touristen könnten neben der angespannten politischen Lage in der Region auch die Ticketpreise sein: Karten für das Finale kosten bis zu 490 Euro.

Das „Luxemburger Wort“ zeigt, wer in Tel Aviv unter anderem um den Titel kämpfen wird:

Niederlande: Duncan Laurence

Sieht so ein Sieger aus? Duncan Laurence, der es vor zwei Jahren in der TV-Show „The Voice of Holland“ bis ins Halbfinale schaffte, tritt mit dem mitreißenden Song „Arcade“ an. Unter Buchmachern gilt der 25-Jährige als Topfavorit.

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Russland: Sergey Lazarev

Russland schickt 2019 ein ehemaliges Boyband-Mitglied ins Rennen: Der bei den Wettbüros hoch gehandelte 36-Jährige versucht die ESC-Fans mit seinem blendenden Aussehen und der übertrieben dramatischen Ballade „Scream“ zu überzeugen.

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Portugal: Conan Osiris

Zwei Jahre nach dem Sieg von Salvador Sobral versucht Portugal sein Glück mit experimenteller Folklore. Interpret des orientalisch angehauchten Songs „Telemóveis“ ist der bislang noch recht unbekannte 30-jährige Conan Osiris.

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Frankreich: Bilal Hassani

Als einer der großen Beitragszahler der EBU ist Frankreich für das Finale gesetzt. Dort könnte der erst 19-jährige Bilal Hassani, der mit seinem androgynen Look extrem polarisiert, mit der Toleranz-Hymne „Roi“ für einen Conchita-Moment sorgen.

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Italien: Mahmood

Als aussichtsreicher Kandidat für eine Top-Ten-Platzierung gilt auch Mahmood. Der Sieger des Festivals von San Remo landete mit dem autobiografisch inspirierten Song „Soldi“ einen mit dreifach Platin ausgezeichneten Megahit in seiner Heimat.

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Belgien: Eliot

Belgien versucht es in diesem Jahr wieder mit düsterem Pop. Interpret des Songs „Wake Up“ ist der erst 18-jährige Eliot Vassamillet. Er trat erstmals in der siebten Staffel von „The Voice Belgique“ in Erscheinung. Laut Wettquoten: ein Außenseiter.

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Schweden: John Lundvik

Hoffnung auf den Sieg kann sich auch der schwedische Beitrag „Too Late For Love“ machen. Sänger John Lundvik geht gleichzeitig für Großbritannien (Michael Rice: „Bigger Than Us“) ins Rennen – als Songwriter und Komponist.

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Deutschland: S!sters

Laura Kästel und Carlotta Truman gehen mit dem Song „Sister“ ins Rennen, der ursprünglich für den Schweizer Vorentscheid komponiert wurde – es aber nicht in die Live-Show schaffte. Ein Platz auf dem Treppchen scheint damit in weiter Ferne.

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Schweiz: Luca Hänni

Der Schweizer Kandidat ist auch in Luxemburg kein Unbekannter: Herzensbrecher Luca Hänni gewann 2012 die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Sein Beitrag „She Got Me“ dürfte vermutlich in den Top Ten landen.

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