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Erste Sonde zur Sonnenatmosphäre gestartet
Die Raumsonde „Parker Solar Probe“ ist zu ihrer Reise ins Zentrum unseres Sonnensystems gestartet.

Erste Sonde zur Sonnenatmosphäre gestartet

Foto: AFP
Die Raumsonde „Parker Solar Probe“ ist zu ihrer Reise ins Zentrum unseres Sonnensystems gestartet.
Panorama 12.08.2018

Erste Sonde zur Sonnenatmosphäre gestartet

Nach der Absage des geplanten Starts am Samstag ist die US-Sonnensonde „Parker Solar Probe“ nun am Sonntagmorgen von Cape Canaveral in Florida abgehoben.

(dpa) - Mit einem Tag Verspätung hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals eine Sonde gestartet, die in die Sonnenatmosphäre hineinfliegen soll. Die „Parker Solar Probe“ hob am Sonntag an Bord einer „Delta IV Heavy“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die Nasa mitteilte. Der zunächst für Samstag geplante Start war nach Nasa-Angaben gestoppt worden, weil eine Unregelmäßigkeit während der letzten Minuten des Countdowns beobachtet worden sei.

Mit Hilfe der Schwerkraft der Venus soll die Sonde Richtung Sonne fliegen und ihr im November erstmals nahe kommen. Geschützt von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer werde die „Parker Solar Probe“ bei dem Projekt mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen, als je ein Flugkörper zuvor, berichtete die Nasa.


ARCHIV - Die Computergrafik zeigt die «Parker Solar Probe»-Sonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf dem Weg zur Sonne. (zu dpa ««Flieger, grüß mir die Sonne»: Nasa schickt Sonde zu unserem Stern» vom 10.08.2018) Foto: Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/NASA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nasa macht einen zweiten Anlauf beim Start ihrer Sonnensonde
Eigentlich sollte es am Samstag losgehen. Doch der Start einer ganz besonderen Nasa-Mission zur Sonne hat sich verschoben.

Die rund 700 Kilogramm schwere Sonde soll sich dem Stern unseres Planetensystems bis auf rund 6,2 Millionen Kilometer nähern, ihre Atmosphäre durchqueren, diese untersuchen und dabei über 1400 Grad Celsius aushalten. Die Nasa-Forscher versprechen sich von dem bis 2025 angesetzten Projekt Erkenntnisse über die Funktionsweise von Sternen. Die gesammelten Daten könnten auch künftige Wettervorhersagen genauer machen.

„Parker“ werde die Sonne in großen elliptischen Bahnen umkreisen und dabei die äußere Schicht der Sonnenatmosphäre, die Korona, durchqueren. An ihrem geringsten Abstand soll sie eine Geschwindigkeit von 700 000 Kilometer pro Stunde erreichen. Damit würde sie von Hamburg nach Berlin gut eine Sekunde benötigen.

Die Nasa-Sonde ist nicht die erste, die die Sonne aus der Nähe untersuchen wird. Bereits in den 1970er Jahren starteten die deutsch-amerikanischen Sonden Helios 1 und Helios 2, die jedoch mit rund 45 Millionen Kilometern einen gebührenden Abstand zum Hitzeball hielten.


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