Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Drohnen über heimischem Garten: Harry und Meghan verklagen Paparazzi
Panorama 2 Min. 24.07.2020

Drohnen über heimischem Garten: Harry und Meghan verklagen Paparazzi

Harry und Meghan bei einem Event in London Anfang März.

Drohnen über heimischem Garten: Harry und Meghan verklagen Paparazzi

Harry und Meghan bei einem Event in London Anfang März.
Foto: AFP
Panorama 2 Min. 24.07.2020

Drohnen über heimischem Garten: Harry und Meghan verklagen Paparazzi

Schon in Großbritannien war das Verhältnis von Prinz Harry und Herzogin Meghan zur Boulevardpresse angespannt. Nun fühlt sich das Paar auch in der neuen Heimat nicht mehr vor Neugier geschützt.

(dpa) - Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) kämpfen auch in ihrer neuen Heimat Kalifornien für den Schutz ihrer Privatsphäre. Das Paar habe bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühle, teilte ihr Anwalt Michael Kump mit. Unter anderem hätten Fotografen mit Drohnen ihren einjährigen Sohn Archie im Garten abgelichtet.

„Jeder Mensch und jedes Familienmitglied in Kalifornien hat das Recht auf Privatsphäre im eigenen Haus“, hieß es in der Mitteilung des Anwalts. „Keine Drohnen, keine Hubschrauber oder Tele-Objektive können dieses Recht nehmen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex reichen diese Klage ein, um das Recht ihres jungen Sohnes auf Privatsphäre in ihrem Haus ohne das Eindringen von Fotografen zu schützen und diejenigen, die von diesen illegalen Aktionen profitieren wollen, aufzudecken und zu stoppen.“

Meghan und Harry hatten Anfang des Jahres ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der britischen Royals verkündet und ihre Verbindungen zum Königshaus teilweise gekappt. Zunächst zog die Familie nach Kanada, seit einigen Monaten leben sie mit Archie in Los Angeles.

September 2019: Prinz Harry und seine Frau Meghan gemeinsam mit ihrem Sohn Archie.
September 2019: Prinz Harry und seine Frau Meghan gemeinsam mit ihrem Sohn Archie.
Foto: Toby Melville/PA Wire/dpa

Schon in Großbritannien galt das Verhältnis des Paares zu Fotografen und Boulevardmedien als angespannt. Derzeit läuft unter anderem eine Klage gegen die „Mail on Sunday“, in der es um einen Brief Meghans an ihren Vater geht, den das Blatt in Auszügen veröffentlicht hatte. Die Herzogin fühlt sich dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.


Prinz Harry und Herzogin Meghan zogen sich im März von ihren royalen Pflichten zurück.
Harry und Meghan: Arbeit in der Suppenküche statt Glamour
Als Harry und Meghan ihren Abschied vom Königshaus verkündeten, rieben sich viele Menschen verwundert die Augen. Fast 100 Tage nach dem "Megxit" leben sie zurückgezogen in den USA.

Wie sehr Meghan unter Dauerbeobachtung und Negativ-Schlagzeilen leidet, geht aus einem Gerichtsdokument aus der Klage gegen die „Mail“ hervor. Es seien bereits „Hunderttausende falscher Artikel“ über sie veröffentlicht worden, schreiben Meghans Anwälte darin. Sie habe dadurch „erhebliches emotionales Leid und Schaden an ihrer psychischen Gesundheit“ erlitten.

Streit um ein Interview im „People Magazine“

Doch sie sorgt sich nicht nur um sich selbst. Kürzlich stellte die 38-Jährige einen Antrag bei Gericht in London, die Namen von fünf Freundinnen unter Verschluss zu halten, die im vergangenen Jahr dem „People Magazine“ ein Interview gegeben hatten. Meghan wurde darin als fürsorglich und bodenständig dargestellt - ganz im Gegensatz zu Berichten in verschiedenen Boulevardblättern. Das Interview im „People Magazine“ steht inzwischen im Mittelpunkt des Rechtsstreits mit der „Mail“.

Die Zeitung habe nun damit gedroht, die Namen der Frauen publik zu machen, hieß es aus dem Umfeld der Herzogin. Meghan fürchte daher um das „emotionale und psychische Wohlergehen“ ihrer Freundinnen. „Jede dieser Frauen ist eine Privatperson, junge Mutter und jede hat das Grundrecht auf Privatsphäre“, so die ehemalige Schauspielerin. In der kommenden Woche ist dafür eine Anhörung am Londoner High Court angesetzt.

März 2020: Harry und Meghan bei der jährlichen Commenwealth-Messe in Westminster Abbey in London.
März 2020: Harry und Meghan bei der jährlichen Commenwealth-Messe in Westminster Abbey in London.
Foto: AFP

Meghans Vater hatte den Brief seiner Tochter nach eigenen Angaben selbst an die Boulevardzeitung weitergegeben, weil er sich durch das Interview im „People Magazine“ in ein schlechtes Licht gerückt fühlte. Darin hieß es, Meghan sei von der Antwort ihres Vaters auf den handgeschriebenen Brief enttäuscht gewesen.


20.01.2020, Großbritannien, London: Der britische Prinz Harry, Herzog von Sussex, nimmt am eintägigen Afrika-Gipfel «UK-Africa Investment Summit 2020» teil. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Prinz Harry blitzt mit Beschwerde gegen Zeitung ab
Der britische Prinz Harry (35) ist mit einer Beschwerde gegen die britische Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ beim britischen Presserat gescheitert.

Die Anwälte der „Mail“ argumentieren, Meghan habe das Interview offenbar abgesegnet und damit selbst die Öffentlichkeit in der Sache gesucht. Meghan, die seit ihrer Hochzeit mit Harry (35) vor zwei Jahren mit ihrem Vater im Clinch liegt, bestreitet das. Sie will von der Initiative ihrer Freundinnen nichts gewusst haben. Die hätten aus Sorge um sie gehandelt. Zu Recht, wie es in einer Einlassung ihrer Anwälte mit einem Seitenhieb gegen das Königshaus heißt: Sie sei „schwanger gewesen, nicht geschützt von der Institution und ihr war verboten, sich selbst zu verteidigen.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Prinz Philip wird 99
Seinen 99. Geburtstag hat sich der britische Prinz Philip sicher anders vorgestellt. Seit fast drei Monaten sitzt der Jubilar nun schon auf Schloss Windsor fest.
(FILES) In this file photo taken on May 16, 2017 Britain's Prince Philip, Duke of Edinburgh greets guests at a garden party at Buckingham Palace in London on May 16, 2017. - Queen Elizabeth II's 97-year-old husband Prince Philip emerged unscathed after being involved in a road traffic accident near the monarch's Sandringham Estate on January 17, 2019, Buckingham Palace said in a statement. (Photo by Victoria Jones / POOL / AFP)
Isoliert im Schloss: Wie geht es der Queen?
"We shall meet again" - Wir werden uns wiedersehen. Das hatte die Queen in einer Rede zur Corona-Krise gesagt. Mehr als einen Monat später muss sie immer noch auf Schloss Windsor ausharren.
ARCHIV - 24.02.2018, Großbritannien, Windsor: Schloß Windsor. «We shall meet again» - Wir werden uns wiedersehen. Das hatte die Queen in einer Rede zur Corona-Krise gesagt. Mehr als einen Monat später muss sie immer noch auf Schloss Windsor ausharren. Foto: Silvia Kusidlo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Happy Birthday: Die Queen wird 94
In den letzten Monaten musste Königin Elizabeth II. gleich mehrere Tiefschläge verkraften - doch die hochbetagte Monarchin behielt stets Haltung. Ob ihr neues Lebensjahr wohl besser verlaufen wird?
ARCHIV - 25.02.2020, Großbritannien, London: Königin Elisabeth II. von Großbritannien. Die Queen feiert am 21.04.2020 ihren 94. Geburtstag.      (zu dpa "Nichts als Ärger: Megxit, Andrew und Corona - die Queen wird 94") Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++