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Drachenkönigin im Kinderzimmer
Panorama 24.05.2018

Drachenkönigin im Kinderzimmer

Serienheldin Khaleesi (Emilia Clarke) hat viele Fans.

Drachenkönigin im Kinderzimmer

Serienheldin Khaleesi (Emilia Clarke) hat viele Fans.
Foto: HBO
Panorama 24.05.2018

Drachenkönigin im Kinderzimmer

Kultserien und Filme haben weltweit begeisterte Fans. Viele US-Amerikaner benennen sogar ihren Nachwuchs nach Figuren à la „Game of Thrones“.

(mwe) -  Sie ist blond, hat Macht und verdreht vielen Männern den Kopf: Drachenkönigin Khaleesi zählt zu den prägendsten Figuren der Kultserie „Game of Thrones“ (GoT), die weltweit nicht nur Fantasyfans begeistert. Diese Begeisterung geht in den USA sogar so weit, dass immer mehr Eltern ihren Töchtern den ungewöhnlichen Vornamen Khaleesi verpassen. Den neuesten Zahlen der in Baltimore ansässigen Sozialversicherungsbehörde zufolge wurden 2017 immerhin 466 Mädchen auf diesen Namen getauft. Damit hat es Khaleesi – zu Deutsch: Königin – wie schon in den Jahren zuvor in die Liste der 1 000 beliebtesten Frauennamen der USA geschafft. Aktuell belegt er den 630. Platz, noch vor Jenny, Carol und Joanne.

Noch erfolgreicher als Khaleesi ist in den USA der ebenfalls von „Game of Thrones“ inspirierte Vorname Arya. Als Vorlage diente die tapfere Serienprotagonistin Arya Stark: 2 156 Neugeborene wurden im vergangenen Jahr nach ihr benannt – dies bedeutet Platz 135 auf der Liste. Der Name war zwar schon vor Beginn der Serie bekannt. Aber so richtig beliebt wurde er erst, nachdem die Fantasysaga 2011 im Programm des Bezahlsenders HBO gestartet war.

Anakin und Lorelai

Äußerst beliebt ist außerdem Anakin – nach einer Figur aus der Science-Fiction-Saga „Star Wars“. Einen sprunghaften Anstieg in der Beliebtheit verzeichnete auch Lorelai. Ein Zusammenhang mit dem Namen einer Protagonistin der vor allem bei weiblichen Zuschauern hochgeschätzten Kultserie „Gilmore Girls“ darf angenommen werden.

Namensforscher glauben, dass die Beliebtheit ungewöhnlicher Vornamen in erster Linie etwas mit dem Trend zur Individualisierung in der Gesellschaft und einem Wunsch nach Originalität zu tun hat, verbunden mit der starken Beeinflussung durch Medien. Namenswünsche werden von US-amerikanischen Standesämtern auch nur in seltenen Fällen abgelehnt: So etablierte sich in den vergangenen Jahren der Name Nevaeh. Allein 2017 wurden 3 562 Mädchen so benannt. Zurückzuführen ist das auf den Rapper Sonny Sandoval, der bei einem TV-Auftritt vor einigen Jahren berichtete, seine Tochter so genannt zu haben. Die Erklärung: Nevaeh ist „heaven“ (Himmel) rückwärts geschrieben. 


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