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Die Schattenseite der Sonne: Bei Hautkrebs ist frühe Diagnose wichtig
Panorama 2 Min. 02.06.2016

Die Schattenseite der Sonne: Bei Hautkrebs ist frühe Diagnose wichtig

Vorsorge ist wichtig, um bösartige Hautveränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Die Schattenseite der Sonne: Bei Hautkrebs ist frühe Diagnose wichtig

Vorsorge ist wichtig, um bösartige Hautveränderungen rechtzeitig zu erkennen.
Foto: dpa-tmn
Panorama 2 Min. 02.06.2016

Die Schattenseite der Sonne: Bei Hautkrebs ist frühe Diagnose wichtig

Die Folgen exzessiver Sonnenbäder zeigen sich oft erst nach Jahrzehnten. Das Ergebnis ist im schlimmsten Fall Hautkrebs. Dabei kann man dem in der Regel mit einfachen Maßnahmen vorbeugen.

(dpa/tmn) - Es beginnt oft mit einer harmlos scheinenden Hautveränderung. Das maligne Melanom - auch schwarzer Hautkrebs genannt - neigt aber, anders als die hellen Hautkrebstypen, eher zur Metastasenbildung. Hautkrebs wird meist mit einem Eingriff entfernt. Wenn er weiter fortgeschritten ist, kommen zusätzlich Bestrahlungen oder Medikamente zur Behandlung infrage.

Als Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs gelten eine mehrfach extreme und die im Leben insgesamt aufgenommene UV-Strahlung durch Sonne oder auch Solarien. Um jeden Preis braun werden wollen - das treibt vor allem bei helleren Hauttypen das Risiko in die Höhe, sagt Andreas Arnold, Leiter des Hauttumorzentrums der deutschen Universitätsklinik Greifswald. Gefährdet sind aber nicht nur Sonnenanbeter, sondern auch Menschen, die viele Jahre unter freiem Himmel gearbeitet haben. Die UV-Belastung zeigt ihre Wirkung meist erst nach Jahrzehnten. „Sonnenbrände sind die dermatologische Katastrophe“, sagt Arnold.

Früh erkannt, stehen die Heilungschancen bei Hautkrebs in der Regel besser. Ziel der Früherkennung ist es, den Zeitpunkt der Diagnose vorzuverlegen. Denn die Erfolgsprognose der Behandlung hängt davon ab, wie weit die Krankheit bei der Diagnose fortgeschritten ist. Bei einer frühen Diagnose ist auch die Behandlung weniger belastend. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass der schwarze Hautkrebs gestreut hat, geringer.

Hautflecken genau beobachten

Auch wer regelmäßig zum Hautarzt geht, sollte seine Haut selbst inspizieren. Hautkrebsvorstufen sind sichtbar und zum Teil auch tastbar. Der schwarze Hautkrebs ist meist ein dunkler, unregelmäßig geformter Hautfleck, dessen Farbe, Größe und Form sich verändern können. Beim weißen Hautkrebs ist eine schuppende, verfärbte oder unebene Hautstelle ein Anzeichen. Zur Selbstkontrolle kann man die ABCDE-Regel anwenden, um Leberflecken von Hautkrebs zu unterscheiden, wie die Deutsche Krebshilfe erläutert.

  • A steht für Asymmetrie - eine ungleichmäßige Form ist ein Warnsignal.
  • B meint Begrenzung - verwaschene, unebene und raue Ränder können auf Hautkrebs hindeuten.
  • C steht für color, also Farbe. Treten in einem Muttermal verschiedene Farben - etwa rosa, grau oder schwarz - auf, sollte man das vom Arzt abklären lassen.
  • D wie Durchmesser: Liegt dieser bei einem Muttermal über 5 Millimetern ist das ebenfalls ein Warnsignal.
  • E steht für Entwicklung und bedeutet, dass man mit einem Muttermal, das sich in den vergangenen drei Monaten verändert hat, zum Arzt gehen sollte. Bei der Selbstkontrolle sollten auch Finger, Fußsohlen und Ohren von der Untersuchung nicht ausgenommen werden.

Der beste Schutz, Hautkrebs zu verhindern, ist ein dosierter und dem Hauttyp angepasster Umgang mit der Sonne, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Vor allem die Mittagssonne sollte man meiden. Um die Intensität der Sonne einschätzen zu können, hilft auch der UV-Index: Er gibt die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+ an.


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