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"Die Höhle der Löwen": Luxemburger mit Saugkraft
Panorama 2 Min. 01.10.2019

"Die Höhle der Löwen": Luxemburger mit Saugkraft

Adel Adrovic und Jill Audrit aus Luxemburg stellten am Dienstag ihre "Protect Pads" vor.

"Die Höhle der Löwen": Luxemburger mit Saugkraft

Adel Adrovic und Jill Audrit aus Luxemburg stellten am Dienstag ihre "Protect Pads" vor.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer
Panorama 2 Min. 01.10.2019

"Die Höhle der Löwen": Luxemburger mit Saugkraft

Die Luxemburger Adel Adrovic und Jill Audrit präsentierten in der Unterhaltungsshow Stoßschutzpolster für Staubsauger. Ein Investor ließ sich überzeugen.

(jt) - "Schwätzt dir Lëtzebuergesch?" - diesen Satz hört man im deutschen Unterhaltungsfernsehen eher selten. Am Dienstag hatte das junge luxemburgische Erfinderpaar Adel Adrovic und Jill Audrit seinen großen Auftritt in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen". 

"Löwe" und Investor Georg Kofler, gebürtiger Südtiroler und früherer Chef der TV-Sender ProSieben und Premiere, hatte den Zungenschlag der beiden Gäste bei der Vorstellung schnell erkannt. Adel Adrovic, 30, und Jill Audrit, 29, kommen eigentlich aus dem politischen Bereich: Sie ist bei der CSV in der Chamber angestellt, er war bis vor kurzem noch Mitarbeiter der LSAP-Fraktion, bevor er in die Immobilienbranche wechselte. "Eine fraktionsübergreifende Lösung", stellte Investor Carsten Maschmeyer fest.

"Einen Innovationspreis würde ich dafür nicht vergeben"

Mit ihren Stoßschutzpolstern für Staubsauger ("Protect Pads") wollen die zwei Luxemburger in der Sendung 85.000 Euro an Land ziehen – im Gegenzug wären sie bereit, 15 Prozent der Firmenanteile an einen "Löwen" abzutreten.


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"Ein Must-Have für die Langlebigkeit Ihrer Möbel und Türrahmen", preist Adel Adrovic die Klebestreifen an, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau entwickelt hat. "Staubsauger können mehrere hundert Euro kosten. Da sind wir schon im Preisbereich eines Smartphones. Und Smartphones schützen wir ja auch vor Schrammen und Kratzern", gibt Jill Audrit zu bedenken. Sie habe sich in ihrer Wohnung immer wieder darüber geärgert, wenn sie mit dem Staubsauger gegen ein Möbelstück stieß und so Schäden verursachte. Irgendwann kam den beiden dann die Idee zu ihrer Erfindung.

Bei den "Löwen" rufen die Stoßdämpfer für den Staubsauger allerdings wenig Begeisterung hervor. "Einen Innovationspreis würde ich dafür nicht vergeben", sagt Georg Kofler. "Ich glaube nicht, dass das allzu große Marktchancen hat." Auch Investor Carsten Maschmeyer bezweifelt den Nutzen der Schutzpolster: "In meiner ersten Bude habe ich öfter Staub gesaugt, aber ich kann mich nicht daran erinnern, Möbel beschädigt zu haben." 

Letzte Hoffnung: Der "Turbo-Ralf"

Nachdem auch Nils Glagau und Dagmar Wöhrl abwinken, bleibt nur noch Ralf Dümmel. "So ein Produkt funktioniert nur, wenn es auch im Discounter angeboten wird", sagt der Handelsunternehmer. Und tatsächlich: Er sei bereit, in das Unternehmen zu investieren und es so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. "Ich biete Ihnen 85.000 Euro, allerdings für 30 Prozent der Anteile – und das ist nicht so groß verhandelbar." 

Nach kurzer Bedenkzeit geben Jill Audrit und Adel Adrovic ihre Entscheidung bekannt. "Wir würden den Turbo-Ralf mit ins Boot nehmen." Ihr "Wunschlöwe" habe angebissen, erzählen die Jungunternehmer danach hinter den Kulissen.

Ihr Produkt, das in China hergestellt wird, sei "ready to go", hieß es in der Sendung am Dienstag. Mit der Hilfe von Ralf Dümmel könnten die Protect Pads nun großflächig im Handel in Deutschland, Schweiz oder in Luxemburg angeboten werden.


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