Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Datenschutz: VPN-Verbindungen schützen vor heimlicher Beobachtung
Panorama 1 2 Min. 29.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Datenschutz: VPN-Verbindungen schützen vor heimlicher Beobachtung

Den Datenverkehr kann man schützen, indem man ihn "tunnelt".

Datenschutz: VPN-Verbindungen schützen vor heimlicher Beobachtung

Den Datenverkehr kann man schützen, indem man ihn "tunnelt".
Foto: Shutterstock
Panorama 1 2 Min. 29.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Datenschutz: VPN-Verbindungen schützen vor heimlicher Beobachtung

Die Digitalisierung des Alltags nimmt kontinuierlich zu. Damit wird zugleich das Thema Datenschutz wichtiger. VPN-Verbindungen bieten eine einfache Möglichkeit, digitale Anonymität zu gewährleisten.

(km) - Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt Spuren - manchmal ganz bewusst, manchmal aus Leichtsinn und manchmal aus reinem Nichtwissen. Wer surft, bleibt somit nicht anonym. Zwar wissen dies mittlerweile die meisten Menschen. Wie man sich jedoch genau vor nicht eingeladenen Beobachtern im Internet schützt, das wissen immer noch die wenigsten. Dabei wird Datenschutz allemal wichtiger, schließlich nimmt die Digitalisierung unserer Lebenswelt kontinuierlich zu.

Anonymität schützt die eigene Privatsphäre. Im Internet muss sie auf eine andere Art und Weise hergestellt werden als im realen Leben. Anonymität im Netz heißt zuerst einmal, dass die vielen Spuren, die man auf den besuchten Seiten hinterlässt, nicht mehr mit dem dafür benutzten Endgerät in Verbindung gebracht werden können.

Werbeindustrie, Kriminelle und politische Zensur

Im Normalfall sind die alltäglichen Surftouren normaler Internetuser für die Geheimdienste nicht von Belang. Es sind die Werbeindustrie und Computerkriminellen, die jede digitale Schwachstelle hemmungslos ausnutzen. Alleine deswegen raten Experten, die eigene Sichtbarkeit im Netz einzuschränken. 

Datenmissbrauch lässt sich aber auch leicht zu "worst case"-Szenarien ausmalen. Man stelle sich etwa vor, potentiellen Arbeitgebern oder der Krankenkasse wären die Symptome bekannt, über die man sich daheim im Internet irgendwann einmal informiert hat.

Das Surfen über eine VPN-Verbindung kann hier Abhilfe leisten. VPN steht für "virtuelles privates Netzwerk". Hierzulande mag das einigen wegen ihrer Arbeit ein Begriff sein, denn wer von Zuhause aus auf ein Firmennetzwerk zurückgreifen will oder muss, der tut dies zumeist über ein VPN-Gateway. In Ländern, in denen das World Wide Web einer strengen politischen Zensur unterliegt, ist das Verfahren auch für die private Nutzung bekannt.

Ein virtuelles Tunnelsystem

Ein konventionelles VPN funktioniert zunächst einmal sehr einfach. Es bietet Teilnehmern die Möglichkeit, sich von ihrem Netzwerk aus an ein anderes zu binden. Aus Sicht der VPN-Verbindung werden so alle dazwischen liegenden Netze - der eigene Router daheim und das Internet - auf die Funktion eines "Verlängerungskabels" reduziert. Deswegen spricht man auch vom virtuellen "tunneln": Wie durch ein geschütztes Tunnelsystem können Daten weitergeleitet werden.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Ein "virtuelles privates Netzwerk" garantiert zwar keine hundertprozentige Anonymität. Die klassischen Methoden zur Lokalisierung eines Internetusers werden jedoch erschwert. So können die Aktivitäten im Netz nicht mehr mit der ursprünglichen IP-Adresse in Verbindung gebracht werden. Zudem sind die meisten VPN-Verbindungen durch eine Firewall geschützt.

Vorsicht: Der Beschützer kann betrügen

Zahlreiche IT-Sicherheitsanbieter werben neuerdings für derartige VPN-Webdienste oder Zusatzgeräte. Doch gibt es auch hier Sicherheitslücken. So ist Vorsicht geboten, welchem anonymen Webdienst man in Sachen VPN sein Vertrauen schenkt. Schließlich kann auch der Beschützer betrügen - und die privaten Daten anzapfen.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

CeBit 2014: Ruf nach mehr Datenschutz
Seltene Eintracht zum CeBIT-Start am Montag in Hannover: Politiker und Datenbosse bekennen sich zu Datenschutz und Verantwortung im Umgang mit Informationen der Nutzer.