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Das royale Jahr 2020: Von Kindern, Kerzen und Krisen
Panorama 9 4 Min. 02.01.2020

Das royale Jahr 2020: Von Kindern, Kerzen und Krisen

Das royale Jahr 2020: Von Kindern, Kerzen und Krisen

Panorama 9 4 Min. 02.01.2020

Das royale Jahr 2020: Von Kindern, Kerzen und Krisen

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
In den Königshäusern dieser Welt ist immer was los. Und so verspricht auch 2020 spannend zu werden – und das nicht nur am großherzoglichen Hofe.

Skandale im britischen Königshaus und eine frohe Botschaft aus Luxemburg: Das waren die wichtigsten Themen des vergangenen royalen Jahres – und sie werden es wohl auch bleiben. Allen voran die Schwangerschaft von Erbgroßherzogin Stéphanie. Am 6. Dezember verkündete der großherzogliche Hof, dass ein kleiner Prinz oder eine kleine Prinzessin auf dem Weg ist. "De Grand-Duc an d’Grande-Duchesse hunn déi immens grouss Freed, matzedeelen, datt den Ierfgroussherzog an d’Ierfgroussherzogin hiert éischt Kand fir de Mee erwaarden." 

 Mit diesen Worten und einem Foto des erbgroßherzoglichen Paares verbreitete der Hof die Nachricht, auf die nicht nur Luxemburg, sondern Adelsfans aus ganz Europa seit der Hochzeit im Oktober 2012 warteten. Wie oft hatten schon "Gala", "Bunte" und Co. ein Babybäuchlein unter der Robe von Erbgroßherzogin Stéphanie vermutet und damit den Druck auf die sympathische Belgierin erhöht. Der royale Nachwuchs – nach Gabriel, Noah, Amalia und Liam Enkelkind Nummer fünf für Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa – soll laut offizieller Mitteilung im Mai das Licht der Welt erblicken. Womöglich auch in der Maternité Grande-Duchesse Charlotte, wo bereits Erbgroßherzog Guillaume am 11. November 1981 geboren wurde. Das Baby – egal ob nun Junge oder Mädchen – wird nach der Geburt automatisch auf Platz zwei der Thronfolge rücken. 

Nachwuchsspekulationen 

Und wie sieht es in Sachen Nachwuchs bei den anderen Königshäusern aus? Die Familienplanung in Spanien, Norwegen, Dänemark, Liechtenstein, Belgien und den Niederlanden scheint abgeschlossen. Auch in Monaco haben Fürst Albert und seine Charlène mit den Zwillingen Jacques und Gabriella alle Hände voll zu tun. Anders dagegen die schwedische Königsfamilie: Kronprinzessin Victoria und ihre beiden jüngeren Geschwister, Prinz Carl Philip und Prinzessin Madeleine, sind zwar bereits Eltern. Victoria und Carl Philip haben jeweils zwei Kinder, Madeleine sogar drei. 

Über neue Schwangerschaften wird in der Presse jedoch eifrig diskutiert. Ein Baby ist aber noch nicht unterwegs – was wohl nicht nur die Yellow Press, sondern auch manches Familienmitglied überraschen würde, wie Prinzessin Madeleine im Gespräch mit der schwedischen Zeitschrift "Mama" verriet. Sie habe ihren Mann Chris zum Geburtstag einmal mit einem Hund überraschen wollen. "Er bekam ein Päckchen mit einem Hundekuscheltier und eine Karte, auf der stand ‚Herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied‘, doch Chris wurde nur kreidebleich und die Kinnlade fiel herunter, ‚was, schon wieder schwanger?‘ und ich beruhigte nur: ‚Neeeein, es ist nur ein Hund!‘" 

Platz eins in der Kategorie "Von wem kommt die nächste Baby-Meldung?" nimmt das britische Königshaus ein. Dort wird schon so wild spekuliert, dass bereits ein erneut getragenes Kleid, das Meghan bereits bei der Verkündung der ersten Schwangerschaft trug, genug Stoff für Spekulationen bietet – so geschehen im vergangenen November. 

Auch mit einem vierten Kind für Herzogin Kate wird gerechnet. Oder gleich mit doppeltem Nachwuchs: Die britische Presse vermeldete schon mehrfach eine Zwillingsschwangerschaft. Davon war beim traditionellen Kirchenbesuch am ersten Weihnachtstag jedoch wenig zu sehen. Kate trug einen schmal geschnittenen grauen Mantel, von einem Babybauch keine Spur. 

Und last, but not least: Prinzessin Eugenie, Tochter von Prinz Andrew und Herzogin Sarah alias Fergie, die im Oktober 2018 den Weinhändler Jack Brooksbank ehelichte. Auch hier geht man von einer Schwangerschaft aus, da das Paar im Dezember – so phantasiert zumindest der "Daily Express" – freudestrahlend gesichtet wurde. Es kann sich also nur noch um Tage handeln, bis eine frohe Botschaft verkündet wird. 

Gute Nachrichten können dem britischen Königshaus auch alles andere als schaden: Die Royals befinden sich in einer schweren Krise, ausgelöst vom Missbrauchsskandal rund um den Wallstreet-Millionär Jeffrey Epstein, in dem Prinz Andrew, der Sohn der Queen, eine entscheidende Rolle spielt. 

Andrew, Anne und Beatrice 

Das im November mit der BBC geführte Interview mit ihm war alles andere als eine gute Idee, wie sich herausstellte: Die Kritiker verstummten nicht und wurden sogar noch lauter. Der Duke of York erklärte seinen Rückzug – und das kurz vor seinem 60. Geburtstag am 19. Februar. Dieser wird – anders als angedacht – nun doch nicht groß gefeiert. Ein Essen im Familienkreis muss ausreichen. Ebenfalls einen runden Geburtstag begeht seine Schwester, Prinzessin Anne. Sie wird am 15. August 70 Jahre alt. Die Feierlichkeiten zu ihrem Wiegenfest werden wohl abhängig sein von den Entwicklungen rund um ihren in der Kritik stehenden Bruder. 

Unter dem Skandal um Andrew leidet vor allem dessen zweite Tochter Beatrice: Die 31-Jährige wird demnächst mit dem britischen Unternehmer Edoardo Mapelli Mozzi vor den Altar treten. Die Verlobung fand im September statt, die Hochzeit soll im Frühjahr 2020 über die Bühne gehen. Details dazu werden wohl in Kürze vom Buckingham-Palast bekannt gegeben. Allzu pompös wird die Party wohl nicht ausfallen: Nach den Negativschlagzeilen – so sagen es gleich mehrere Insider voraus – werde die Queen es vermeiden, mit viel Prunk neue Aufmerksamkeit auf die Familie zu lenken. Auch eine Eheschließung außerhalb der Landesgrenzen wird offenbar in Betracht gezogen, etwa eine Zeremonie in Italien, dem Land, aus dem die Vorfahren des Bräutigams stammen. 

König Philippe beim Staatsbesuch in Luxemburg. Er feiert 2020 seinen 60. Geburtstag.
König Philippe beim Staatsbesuch in Luxemburg. Er feiert 2020 seinen 60. Geburtstag.
Foto: Guy Wolff

Doch Skandale hin oder her: Gefeiert wird – zumindest auf dem europäischen Festland – bei den gekrönten Häuptern weiterhin. Im Nachbarland Belgien etwa: König Philippe wird am 15. April 60 Jahre alt. 

Königin Margrethe von Dänemark kann ebenfalls einen runden Geburtstag feiern. Sie wird 80.
Königin Margrethe von Dänemark kann ebenfalls einen runden Geburtstag feiern. Sie wird 80.
Foto: AFP

Und auch in Dänemark werden einen Tag später die Korken knallen: Königin Margrethe darf 80 Kerzen auf der Torte auspusten. Ein strammes Feierprogramm für die royale Gästeschar, die sich sicherlich keines der Feste entgehen lassen will.


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