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„CycleHack“ : Schöner Rad fahren in Luxemburg
Panorama 3 Min. 19.05.2016

„CycleHack“ : Schöner Rad fahren in Luxemburg

Der Fahrradweg in der Avenue Marie-Thérèse ist bereits ein kleiner Fortschritt in Richtung mehr Mobilität auf dem Zweirad.

„CycleHack“ : Schöner Rad fahren in Luxemburg

Der Fahrradweg in der Avenue Marie-Thérèse ist bereits ein kleiner Fortschritt in Richtung mehr Mobilität auf dem Zweirad.
Foto: Guy Jallay
Panorama 3 Min. 19.05.2016

„CycleHack“ : Schöner Rad fahren in Luxemburg

Radfahren in Luxemburg ist keine leichte Sache. Wie das verändert werden kann – damit beschäftigen sich Radfahrfreunde und Experten im Juni ein ganzes Wochenende: Beim „CycleHack“ in den Rotondes ist jeder kreative Kopf willkommen.

von Nicole Schreiner

Es ist eine Premiere: Vom 24. bis 26. Juni veranstaltet Cycle Luxembourg einen „CycleHack“. Das globale Ereignis zugunsten des Zweirads, das 2014 in Glasgow eingeführt wurde, findet zeitgleich in über 35 Ländern rund um die Welt statt. Ziel: mehr nachhaltige Mobilität mit dem Fahrrad. Und das nun auch in Luxemburg.

Gemeinsam Ideen entwickeln

Aber zunächst eine kleine Begriffserklärung: Der Begriff „CycleHack“ entstand in Anlehnung an die Wortschöpfung „Hackathon (aus „Hack“ und „Marathon“), der eine kollaborative Software- und Hardwareentwicklungsveranstaltung bezeichnet. Ziel eines Hackathons ist es, während der Veranstaltung gemeinsam nützliche Softwareprodukte zu entwickeln. Beim „CycleHack“ geht es in ähnlicher Weise darum, gemeinsam Ideen für die Mobilität mit dem Fahrrad zu entwickeln. Etwa, indem Zugangsbarrieren zum Radfahren abgebaut werden.

Die Hemmnisse gegenüber dem Radfahren können ganz unterschiedlich sein, so Kasia Krzyzanowski, Mitorganisatorin des „CycleHack“ und Präsidentin von Cycle Luxembourg: „Die Barrieren sind abhängig vom Hintergrund und der Beziehung der jeweiligen Person zum Radfahren.“

Ein wesentliches Hindernis in Luxemburg sieht sie vor allem in der fehlenden Sicherheit der Infrastrukturen, die das Radfahren besonders für ältere Menschen erschwert. Für Mitorganisator und Innovationsspezialist Jérémy Sintès besteht eine bedeutende Hürde außerdem darin, dass einem großen Teil der Bevölkerung die vielen Vorteile des Radfahrens nicht bekannt sind.

Ein Wochenende für Ideen

Das „CycleHack“-Wochenende beginnt freitagabends mit öffentlichen Reden von Experten, die ihre unterschiedlichen Perspektiven bezüglich des Radfahrens präsentieren. Es folgt eine Brainstorming-Session, bei der die wichtigsten Hürden bezüglich des Fahrradfahrens identifiziert werden sollen.

Samstags werden die rund 50 Teilnehmer, darunter Radfahrer, Entwickler und Designer, in Kleingruppen von drei bis vier Personen eingeteilt. Als Team versuchen sie, für jeweils eine der Barrieren eine Lösung zu erarbeiten. Dabei werden sie fachlich von Mentoren unterstützt, die Spezialisten in den unterschiedlichsten Gebieten sind, darunter IT, Kodierung, Innovation, Marketing oder Business.

Der Vorteil gegenüber anderen Diskussionsrunden sei, so Sintès, dass beim „CycleHack“ nicht nur über mögliche Lösungen geredet, sondern darüber hinaus auch deren praktische Umsetzbarkeit überprüft werde: „Die Vorgehensweise beim „CycleHack“ besteht darin, eine Idee zu testen, indem mithilfe von Experten ein Prototyp gebaut wird, der zeigt, ob das Konzept tatsächlich funktionieren kann oder nicht.“

Auf ihre Realisierbarkeit getestet werden die hergestellten Prototypen am Sonntag, bevor sie abends von den Teams vor einer Expertenjury und dem Publikum präsentiert werden. Zusätzlich haben die Teams die Chance, mit ihren Ideen attraktive Preise zu gewinnen. Nach dem Wochenende werden alle kreativen Lösungsvorschläge – die sogenannten „Hacks“ – im globalen „CycleHack“-Katalog veröffentlicht.

Jeder kann mitmachen

Beim „CycleHack“ geht es jedoch weniger um Wettbewerb. Jérémy Sintès hebt hervor, dass die dort entwickelten Ideen je nach Machbarkeit auch als langfristige Projekte oder Geschäftsideen weiterlaufen könnten. Zudem sei geplant, dass Luxemburg von nun an jährlich am „CycleHack“ teilnehme, so Krzyzanowski.

Da die Teilnahme für jeden offen ist, sei es auch denkbar, das Ereignis künftig auch in anderen luxemburgischen Städten zu organisieren. Einen Vorgeschmack auf den „CycleHack“ gibt es bei einem zweistündigen Testlauf, der am 28. Mai im Rahmen des „Do It Yourself“-Festivals in den Rotondes stattfindet.

Infos und Anmeldung

Für den „CycleHack“ in Luxemburg (24. bis 26. Juni in den Rotondes) anmelden kann man sich auf der Website des globalen Veranstalters unter: www.cyclehack.com

Weitere Informationen zum Radfahren in Luxemburg bietet die Organisation „Cycle Luxembourg“ unter: www.cycleluxembourg.lu


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