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"Cloud Seeding"

Dubai bekämpft Hitzewelle mit künstlichem Regen

27.07.2021

(jt) - Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der heißesten Länder der Welt –  im Sommer steigen die Temperaturen am Persischen Golf regelmäßig bis auf 50 Grad Celsius. Um der brütenden Hitze etwas entgegenzusetzen, nutzt der Wüstenstaat die Technologie des „Cloud Seeding“ zur Erzeugung von Regen.

Und die Methode scheint zu wirken: Das staatliche Meteorologieinstitut veröffentlichte kürzlich Bilder von ungewöhnlich heftigen Regengüssen in der ansonsten staubtrockenen Region Ra’s al-Chaima und anderen Teilen des Landes. Normalerweise fallen in den Vereinigten Arabischen Emiraten laut Daten der Weltbank nur um die 70 Millimeter Regen pro Jahr - in Luxemburg sind es im langjährigen Durchschnitt 900 Millimeter. 


Weltausstellung, Expo 2020, Pavillon, Luxemburg, Dubai
Dubai übernimmt Luxemburger Pavillon
Nach Ende der Weltausstellung findet das Gebäude, das vom Großherzogtum in den Vereinigten Arabischen Staaten gebaut wird, eine neue Verwendung.

Die Technologie des „Cloud Seeding“ ist nicht neu, auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking kam sie schon zum Einsatz. Auch in einigen US-Staaten wird das Konzept angewandt, um Trockenheit zu bekämpfen. Dabei wird Wolken Silberiodid „eingeimpft“, um anschließend Regengüsse auszulösen. 

Nun investiert der Wüstenstaat 12,6 Millionen Euro, um die Technologie weiter auszubauen. Mithilfe von Drohnen sollen die Wassertropfen in den Wolken mit Stromstößen elektrisch aufgeladen werden. Forscher versprechen sich davon, dass dadurch größere und schwerere Regentropfen erzeugt werden können, die nicht schon vor der Ankunft am heißen Wüstenboden verdampfen. 

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