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Claus Kleber den Tränen nahe
Panorama 1 13.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingskrise

Claus Kleber den Tränen nahe

Panorama 1 13.08.2015 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingskrise

Claus Kleber den Tränen nahe

Auch ein Nachrichtensprecher darf Schwäche zeigen. Als der Moderator des ZDF-"Heute Journals" Claus Kleber von einer ergreifenden Flüchtlingsstory berichtet, muss er schlucken und stockt. Diese Nachricht ging ihm emotional nahe.

(dpa/lhm) - Die Geschichte eines Busfahrers mit Herz für Flüchtlinge hat ZDF-Moderator Claus Kleber (59) fast zu Tränen gerührt. Kleber erzählte im „heute journal“ vom Mittwoch von Sven Latteyer aus Erlangen, der 15 Asylbewerber in seinem Bus willkommen hieß - Kleber musste mit den Tränen ringen. 

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Er berichtete, zunächst in gewohnter Souveränität, dass sich der Busfahrer das Mikrofon gegriffen und auf Englisch gesagt habe: „Ich habe eine wichtige Nachricht für alle Menschen aus der ganzen Welt in diesem Bus: Willkommen! Willkommen in Deutschland, willkommen in meinem Land, haben Sie einen schönen Tag! Es kann manchmal so einfach sein.“ Kleber musste an sich halten, bevor er an Co-Moderatorin Gundula Gause übergab.

Dabei ist Klaus Kleber wohl einer der erfahrensten TV-Moderatoren im europäischen Fernsehen. Seit fast 30 Jahren arbeitet er im Medienbereich, allein 15 Jahre lang arbeitete er als Korrespondent  für die ARD und berichtete über die Terroranschläge im September 2001 live aus den USA. Zu seiner Reaktion im "Heute Journal" twitterte er daraufhin: "Ich reagiere manchmal auf positive Kleinigkeit emotionaler als auf große Story. Nicht sehr professionell. Aber okay?"

Durch diese sympathische Reaktion erntete er durchweg positive Kommentare in den sozialen Netzwerken. Der Graphik-Designer Oliver Wilke kommentierte beispielsweise: "Mehr als okay. Häufig wird Professionalität über- und Authentizität unterschätzt. Gerne mehr davon."

Sichtlich erstaunt über die vielen positiven Reaktionen im Netz schrieb Kleber daraufhin: "Seltsam. So viel versendet sich." Doch er nimmt es positiv auf, bedankt sich sogar: "Aber nett. Danke!"



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