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Chinesisches Raumlabor stürzt in den nächsten Tagen ab
«Tiangong 1» wird nach Einschätzung von Raumfahrtexperten zwischen dem 30. März und dem 6. April auf der Erde einschlagen.

Chinesisches Raumlabor stürzt in den nächsten Tagen ab

Foto: dpa
«Tiangong 1» wird nach Einschätzung von Raumfahrtexperten zwischen dem 30. März und dem 6. April auf der Erde einschlagen.
Panorama 28.03.2018

Chinesisches Raumlabor stürzt in den nächsten Tagen ab

Teile des ersten chinesischen Raumlabors „Tiangong 1“ stürzen voraussichtlich frühestens am Karsamstag und spätestens am Ostermontag auf die Erde.

(dpa) - Teile des ersten chinesischen Raumlabors „Tiangong 1“ stürzen voraussichtlich frühestens am Karsamstag und spätestens am Ostermontag auf die Erde. Das berichtete die Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt. China hatte „Tiangong 1“ 2011 ins All geschossen, wo das Raumlabor über die Jahre sechs Kopplungsmanöver mit chinesischen Raumschiffen absolvierte. Seit 2016 besteht kein Kontakt mehr.


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Der Wiedereintritt von „Tiangong 1“ sei nicht mit einem Meteoriteneinschlag vergleichbar, betonte Holger Krag von der Esa. Die Trümmer fielen ab 30 Kilometern Höhe mit der normalen Fallgeschwindigkeit. Daher werde es auch keine Krater geben. Das Gebiet, über dem die Teile des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors eintreten können, ist riesig. Krag spricht von einem erdumspannenden Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators. Auf dem 43. Grad nördlicher Breite liegt etwa Marseille. Luxemburg liegt auf 49 Grad und damit weit nördlicher als das Gebiet.

Etwa 1,5 bis 3,5 Tonnen von „Tiangong 1“ würden voraussichtlich den Eintritt in die Atmosphäre überstehen, sagte Krag. Allzu ungewöhnlich ist das nicht: „70 bis 80 Tonnen Raumfahrtschrott kommen durchschnittlich in einem ganzen Jahr unkontrolliert runter.“

Seit 2016 umkreist der Nachfolger des Labors „Tiangong 1“ die Erde: „Tiangong 2“ dient ebenfalls der Vorbereitung für Bau und Betrieb einer eigenen chinesischen Raumstation, die um 2022 fertig werden soll.


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