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Chinesische Rakete fällt zurück zur Erde
Panorama 04.05.2021

Chinesische Rakete fällt zurück zur Erde

Die Rakete war am 29. April gestartet.

Chinesische Rakete fällt zurück zur Erde

Die Rakete war am 29. April gestartet.
Foto: AFP
Panorama 04.05.2021

Chinesische Rakete fällt zurück zur Erde

Nach dem Start des Kernmoduls von Chinas neuer Raumstation drohen Trümmer in den nächsten Tagen auf die Erde zu stürzen.

(dpa) - Raumfahrtexperten warnten am Dienstag vor einem „unkontrollierten“ Wiedereintritt der 20 Tonnen schweren Rakete in die Erdatmosphäre. Grund sei das Design der „Langer Marsch 5B“, die sich nach dem Start nicht mehr so steuern lasse, um an einem vorbestimmten Punkt ins Meer zu fallen.

„Wir wissen nicht, wo“, sagte der Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts der Deutschen Presse-Agentur in Peking. „Im schlimmsten Fall wird es wie der Absturz eines kleinen Flugzeugs, der sich aber über Hunderte Kilometer verteilt.“ Da die Rakete sehr schnell um die Erde kreise, sei ungewiss, wann und wo genau sie in die Atmosphäre eintreten und dort teilweise verglühen dürfte, hieß es.

Nicht zum ersten Mal


(FILES) This file photo taken on December 27, 2019 shows China's heavy-lift Long March 5 rocket blasts off from its launch centre in Wenchang, south China's Hainan province. - After sending humans into orbit and landing a probe on the Moon, China is aiming for another milestone in its space ambitions with the launch of a Mars rover in mid-July, 2020. China's Mars probe will lift off between July 20 and 25, 2020 from the southern island of Hainan. (Photo by STR / AFP) / China OUT
Mars-Mission: China will hoch hinaus
Noch im Juli 2020 will China seine erste Mars-Mission starten. Das Raumfahrtprogramm der Volksrepublik läuft auf Hochtouren - trotz der Corona-Krise.

Schon nach dem ersten Flug des neuen, besonders schweren und tragfähigen chinesischen Raketentyps „Langer Marsch 5B“ im Mai 2020 waren Trümmer in der westafrikanischen Elfenbeinküste niedergegangen und hatten mehrere Häuser in Dörfern beschädigt. „Das Design ist fahrlässig im Vergleich zu gegenwärtigen Standards anderer Länder“, kritisierte McDowell die chinesische Rakete.

Die Rakete hatte am vergangenen Donnerstag das 22 Tonnen schwere Kernmodul „Tianhe“ (Himmlische Harmonie) erfolgreich ins All gebracht. Damit begann die junge Raumfahrtnation den Bau seiner eigenen Raumstation. Weitere Starts der „Langer Marsch 5B“ sind dafür geplant. So sollen zwei weitere, 22 Tonnen schwere Module ins All gebracht und angebaut werden. Die Station soll „um 2022“ fertiggestellt werden und dann „Tiangong“ (Himmelspalast) heißen. 

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