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Chikungunya-Infektion: Rasante Ausbreitung zu befürchten
Panorama 14.08.2015 Aus unserem online-Archiv

Chikungunya-Infektion: Rasante Ausbreitung zu befürchten

Chikungunya heißt übersetzt „der gekrümmt Gehende“ und verweist so auf die mit der Krankheit verbundenen Gelenkschmerzen.

Chikungunya-Infektion: Rasante Ausbreitung zu befürchten

Chikungunya heißt übersetzt „der gekrümmt Gehende“ und verweist so auf die mit der Krankheit verbundenen Gelenkschmerzen.
(FOTO: JAMES GATHANY)
Panorama 14.08.2015 Aus unserem online-Archiv

Chikungunya-Infektion: Rasante Ausbreitung zu befürchten

Erstmals hat sich ein Spanier im eigenen Land mit dem Chikungunya-Virus infiziert. Experten befürchten eine rasante Ausbreitung der Tropenkrankheit in Europa, gegen die es keine Impfung gibt.

(dpa) - Die Tigermücke ist Überträger des Chikungunya-Virus. Bislang trat Chikungunya-Fieber vorwiegend Afrika, Südostasien, dem indischen Subkontinent und auf den Inseln im Indischen Ozean auf. Jetzt hat sich erstmals ein Spanier im eigenen Land infiziert. "Dieser Fall zeigt erneut, dass eine Übertragung von Chikungunya-Fieber auch in Europa möglich ist", betont Professor Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin.

Eine weitere Verbreitung des Erregers in südeuropäischen Ländern sei wahrscheinlich. Betroffene können vier bis sieben Tage nach der Infektion hohes Fieber bekommen. Weitere Symptome sind starke Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hautausschlag oder Kopfschmerzen. "

Ärzte sollten bei Urlaubern aus Spanien oder Südfrankreich in jedem Fall auch eine Infektion mit Chikungunya in Betracht ziehen", so Jelinek. Die meisten Patienten erholen sich nach wenigen Tagen von selbst wieder. Bei Säuglingen, älteren Menschen oder chronisch Kranken kann es jedoch zu schweren Komplikationen wie einer Leber- oder Herzmuskelentzündung kommen.


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