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Boris Becker könnte Weihnachten in Deutschland feiern
Panorama 2 Min. 15.11.2022
Mögliche Haftentlassung

Boris Becker könnte Weihnachten in Deutschland feiern

Boris Becker könnte noch vor Weihnachten nach Deutschland abgeschoben werden.
Mögliche Haftentlassung

Boris Becker könnte Weihnachten in Deutschland feiern

Boris Becker könnte noch vor Weihnachten nach Deutschland abgeschoben werden.
Foto: Kirsty O'connor/PA Wire/dpa
Panorama 2 Min. 15.11.2022
Mögliche Haftentlassung

Boris Becker könnte Weihnachten in Deutschland feiern

Die Tennislegende sitzt seit rund sieben Monate ihre Haftstrafe ab. Zu Weihnachten könnte Becker aber wieder auf freiem Fuß sein. Derweil startet sein Prozess gegen Oliver Pocher.

(dpa) – Der in Großbritannien inhaftierte Ex-Tennisstar Boris Becker könnte einem Bericht der britischen Zeitung „Sun“ zufolge schon bald nach Deutschland abgeschoben werden. Der 54-Jährige sei für ein Schnellverfahren zugelassen worden, das ausländischen Häftlingen eine deutlich frühere Entlassung ermöglicht, schrieb das Boulevardblatt am Sonntag. „Er wurde für ein Programm angemeldet, das dafür sorgt, dass er rechtzeitig zu Weihnachten nach Hause kommt“, zitierte die „Sun“ eine Gefängnisquelle. Beckers deutscher Anwalt Christian-Oliver Moser wollte den Zeitungsbericht auf Anfrage nicht kommentieren.


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Becker war Ende April zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte. Er sitzt seit mehreren Monaten im Huntercombe-Gefängnis westlich von London ein, das unter eine niedrigere Sicherheitsstufe fällt. Nach britischem Recht können Häftlinge auf Bewährung entlassen werden, wenn sie mindestens die Hälfte ihrer Gefängnisstrafe verbüßt haben. Bei Becker wären das 15 Monate, Stichtag ist der 29. Juli 2023.

Das Entlassungs- und Abschiebungsprogramm soll laut „Sun“ helfen, den Druck auf die überfüllten britischen Gefängnisse zu lindern. Demnach kommt jeder ausländische Häftling dafür infrage, „der bis zu zwölf Monate vor dem frühesten Entlassungszeitpunkt aus dem Gefängnis entlassen und abgeschoben werden kann“. Ein Sprecher des britischen Innenministeriums sagte der Zeitung: „Jeder ausländische Staatsbürger, der wegen einer Straftat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, kommt für eine Abschiebung zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Betracht.“

Prozess gegen Oliver Pocher startet

In Deutschland, genauer gesagt in Oldenburg, wird von Dienstag (15. November) an die Zivilklage des früheren Tennisstars Boris Becker gegen den TV-Komiker Oliver Pocher verhandelt. Becker will erreichen, dass Pocher einen Fernsehbeitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“ nicht mehr zeigen darf. 

Beckers Streit mit Oliver Pocher schwelt schon länger. Nun kommt er vor Gericht. Auslöser war ein Beitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“.
Beckers Streit mit Oliver Pocher schwelt schon länger. Nun kommt er vor Gericht. Auslöser war ein Beitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“.
Foto: Ole Spata/dpa

Weder Pocher (44) noch Becker (54) müssen vor Gericht im badischen Offenburg erscheinen. Offen ist bisher, wann ein Urteil fallen wird, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

In dem umstrittenen Beitrag wurde unter dem Slogan „Make Boris rich again“ ein Spendenaufruf gestartet. Nach Gerichtsangaben ist zu sehen, dass Becker das Geld auch bekam - aber ohne davon zu wissen. Das Geld war in einen vermeintlichen Modepreis eingearbeitet, der Becker in der Sendung verliehen wurde. 

Boris Becker wurde herabgewürdigt und beleidigt.

Samy Hammad, Beckers Anwalt

„Dass der Preis nur zu dem Zweck geschaffen und an den Kläger verliehen wurde, um ihm - versteckt in der Preistrophäe - den eingesammelten Bargeldbetrag zukommen zu lassen, wusste der Kläger nicht“, hatte eine Gerichtssprecherin im Sommer erläutert. Verhandlungstermine im Mai und Juli waren geplatzt, weil Verfahrensbeteiligte erkrankt waren.

Beckers Anwalt Samy Hammad sagte, der einstige Wimbledon-Sieger sei in dem Beitrag „herabgewürdigt und beleidigt“ worden. Becker wurde zudem nicht vor der Ausstrahlung gefragt, wie Hammad berichtete. Becker und Hammad verlangen demnach, dass der Beitrag nicht mehr gesendet und im Internet gelöscht wird. „Es geht um eine Unterlassung“, sagte Hammad.

Pochers Hamburger Anwältin Patricia Cronemeyer teilte auf Anfrage mit, Pocher habe Becker in dem Beitrag nicht ein einziges Mal beleidigt. Auch sei der Ex-Tennisstar nicht herabgewürdigt worden. Für eine Unterlassung gebe es keine Grundlage. Die TV-Sendung sei ihrer Kenntnis nach auch nicht mehr online abrufbar, erklärte Cronemeyer.

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