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Besonderer Nachwuchs: Weißes Rentier geboren
Panorama 16.06.2020

Besonderer Nachwuchs: Weißes Rentier geboren

Das weiße Rentierbaby Nala liegt vor seiner Mutter auf Stroh in einem Stall der Rentieralm. Das Tier wurde am 09.06.2020 geboren.

Besonderer Nachwuchs: Weißes Rentier geboren

Das weiße Rentierbaby Nala liegt vor seiner Mutter auf Stroh in einem Stall der Rentieralm. Das Tier wurde am 09.06.2020 geboren.
Foto: DPA
Panorama 16.06.2020

Besonderer Nachwuchs: Weißes Rentier geboren

Glücksbringer - oder einfach nur schön? Auf einer Alm im Nahetal ist ein weißes Rentier geboren worden. Es sticht unter seinen Artgenossen hervor. Denn die meisten Tiere sind braun.

(dpa/lrs) - Weiße Rentiere sind extrem selten: Umso größer ist die Freude auf einer Alm im Nahetal, nicht weit von der deutschen Stadt Idar-Oberstein entfernt - denn dort ist erneut ein weißes Rentier geboren worden. Das Kleine ist ein Weibchen und heißt Nala. „Es ist ein absolutes Wunder. Damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Sonja Persch-Jost, Inhaberin der Rentieralm. Im Mai 2018 war der weiße Mika zur Welt gekommen. „Es kann doch nicht noch mal ein weißes Rentier geben, das ist doch irre“, erklärt Persch-Jost. Weltweit seien weniger als drei Prozent aller Rentiere weiß.

Nala ist putzmunter und rennt auf ihrem Gehege herum.
Nala ist putzmunter und rennt auf ihrem Gehege herum.
Foto: DPA

Die kleine Nala mit ihren hellblauen Augen ist vor einer Woche geboren worden. Sie sei topfit und schon eifrig auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Gelände unterwegs. „Sie ist ein weißer Blitz“, sagt Persch-Jost. Nala wächst nun mit zwölf Artgenossen auf. Eines Tages wird sie um die 90 Kilo schwer sein und ein prächtiges Geweih - mit weißem Bast - tragen. Rentiere sind die einzige Hirsch-Art, bei der auch die Weibchen ein Geweih tragen.

Bisher hatte Mutter Mari, die auch weiß ist, vor Mika und Nala nur braunen Nachwuchs bekommen. Ursache für das weiße Fell ist eine Genmutation, die Leuzismus - vom griechischen Wort „weiß“ - genannt wird und selten vorkommt. Es sei „eine gute Laune der Natur“ und habe mit Albino nichts zu tun, sagt Persch-Jost.


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Eine finnische Studie belegt die Seltenheit von komplett weißen Rentieren. Jean J. Lauvergne und Mauri Nieminen untersuchten 188 Rentiere in Lappland und fanden heraus, dass lediglich vier Prozent davon „vollweiß“ waren. In den skandinavischen Ländern gehören weiße Rentiere nach Aussage von Persch-Jost zu „Glückstieren“.

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