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Bequemlichkeit birgt Risiken
In den letzten Wochen waren Hacker am Werk. Sie verschafften sich Zugang zu fast 50 Millionen Facebook-Accounts.

Bequemlichkeit birgt Risiken

Foto: Shutterstock
In den letzten Wochen waren Hacker am Werk. Sie verschafften sich Zugang zu fast 50 Millionen Facebook-Accounts.
Panorama 02.10.2018

Bequemlichkeit birgt Risiken

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Wegen einer Sicherheitslücke bei Facebook haben Hacker in den vergangenen Wochen auf Profile von fast 50 Millionen Nutzern zugreifen können. Debora Plein von Bee Secure erklärt, ob sich auch Facebook-User in Luxemburg Sorgen machen müssen.

Debora Plein, sind auch hierzulande Facebook-User von dem aktuellen Hack betroffen?

Es ist prinzipiell immer möglich, dass auch Luxemburger Nutzer betroffen sind – über die Höhe der Wahrscheinlichkeit lässt sich für uns jedoch keine Aussage treffen. Nach eigenen Angaben hat Facebook den Hack bei 50 Millionen Konten erkannt, gemeldet und die Lücke geschlossen.

Woher weiß man als User, ob der eigene Account den Hackern zum Opfer gefallen ist?

Laut Datenschutzgrundverordnung der EU (GDPR) ist Facebook verpflichtet, diejenigen Nutzer, deren Konten nachweislich von dem Hack betroffen sind, darüber zu informieren.

Viele Nutzer – darunter auch zahlreiche Luxemburger – wurden von der Facebook-Seite aus vorübergehend aus ihrem Konto ausgeloggt. Warum?

Ihr „Access Token“ (digitaler Schlüssel, dank dessen man sein Passwort nicht immer wieder neu eingeben muss, Anm. d. Red.) wurde zurückgesetzt und dadurch die Sicherheitslücke geschlossen. Laut Facebook wurde neben den 50 Millionen gehackten Konten bei 40 Millionen weiteren Nutzern sicherheitshalber der „Access Token“ zurückgesetzt.

Wie kann man sich künftig vor solchen Angriffen schützen?

In diesem Fall: keine „Single Sign On“-Funktion nutzen, mit der man sich durch einen einzelnen Login über das Facebook-Konto auch bei anderen Diensten anmelden kann. Dies mag zwar bequem sein, aber wenn dieses „Single Sign On“-Konto geknackt ist, sind die damit verbundenen Konten und Profile bei Drittanbietern auch direkt für den Eindringling zugänglich. Dazu gehören zum Beispiel Tinder, Twitter und Spotify. Ansonsten sollten Nutzer generelle Schutzmaßnahmen beachten: gute, lange Passwörter verwenden und verschiedene Logins für verschiedene Dienste benutzen. Passwort-Manager können dabei sehr hilfreich sein. Soziale Netzwerke und andere Plattformen sind allerdings nie hundertprozentig sicher vor Attacken. Als Nutzer sollte man daher möglichst bewusst mit diesem Risiko umgehen und Inhalte, die einem persönlich wichtig sind, nur in reduzierter Form über Facebook teilen.


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