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Belgisches Königspaar gedenkt in Berlin des Ersten Weltkriegs
Panorama 23.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Belgisches Königspaar gedenkt in Berlin des Ersten Weltkriegs

Das belgische Königspaar König Philippe (M) und Königin Mathilde schauen sich im Käthe-Kollwitz-Museum im Rahmen ihres eintägigen Besuchs zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs die Ausstellung an.

Belgisches Königspaar gedenkt in Berlin des Ersten Weltkriegs

Das belgische Königspaar König Philippe (M) und Königin Mathilde schauen sich im Käthe-Kollwitz-Museum im Rahmen ihres eintägigen Besuchs zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs die Ausstellung an.
Foto: Benoit Doppagne/BELGA/dpa
Panorama 23.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Belgisches Königspaar gedenkt in Berlin des Ersten Weltkriegs

Vor 100 Jahren endete ein blutiger Konflikt, der Europa zerriss. Besonders in Belgien hinterließ der Erste Weltkrieg Spuren. Das Königspaar des Landes gedenkt mit einer besonderen Geste.

(dpa) - Der belgische König Philippe und seine Frau Mathilde haben bei einem Berlin-Besuch des Ersten Weltkriegs gedacht. Die Reise ist als freundschaftliches Signal zu verstehen: Es war das erste Mal, dass ein belgisches Königspaar im Land des einstigen Kriegsgegners an den Konflikt erinnerte, der vor 100 Jahren endete.


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Am 20. November 1918 verließen die deutschen Besatzungstruppen Luxemburg-Stadt. Den Abschluss von vier Jahren Okkupation während des Ersten Weltkriegs bildete eine Militärparade, gefolgt von einer kilometerlangen Kolonne Richtung Osten.

In Belgien ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg weitaus präsenter als in Deutschland. So verlief die Westfront mit ihrem mörderischen Stellungskrieg mehrere Jahre durch Belgien. Auch die Zivilbevölkerung erlitt Verluste. Das Land wurde durch den Überfall Deutschlands 1914 in den Konflikt hineingezogen.

„Das neutrale Belgien war durch den deutschen Überfall das erste Opfer des Ersten Weltkriegs und musste mehr als vier Jahre unter der deutschen Besatzung und dem Stellungskrieg leiden“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einem Treffen mit seinem belgischen Kollegen Didier Reynders, der am Freitag ebenfalls nach Berlin reiste. „Für diese besondere Geste der Freundschaft unserer Länder möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei dir bedanken“, sagte er an Reynders gewandt. Reynders unterstrich die Stärke der deutsch-belgischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg.


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Philippe und Mathilde absolvierten ein umfassendes Programm. In Schloss Bellevue trafen sie mittags Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender. Später legten beide einen Kranz zu Ehren der Kriegsopfer an der Neuen Wache nieder und besuchten das Käthe-Kollwitz-Museum und das Deutsche Historische Museum. Auch Berlins regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) traf das Paar. Für den Abend war ein Besuch in der Philharmonie geplant, wo das belgische Orchester „Le Concert Olympique“ das Beethoven-Stück „Missa solemnis“ spielen sollte.