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Behörde zieht Tötung von Walross „Freya“ in Betracht
Panorama 1 12.08.2022
Norwegen

Behörde zieht Tötung von Walross „Freya“ in Betracht

Freya entert ein kleines Boot in einer Bucht bei Oslo. Normalerweise leben Walrosse viel weiter nördlich in arktischen Gewässern.
Norwegen

Behörde zieht Tötung von Walross „Freya“ in Betracht

Freya entert ein kleines Boot in einer Bucht bei Oslo. Normalerweise leben Walrosse viel weiter nördlich in arktischen Gewässern.
Foto: Trond Reidar Teigen/NTB/dpa
Panorama 1 12.08.2022
Norwegen

Behörde zieht Tötung von Walross „Freya“ in Betracht

Ein 600 Kilogramm schweres Walross ist in der Region um Oslo zur Sommerattraktion geworden. Nun droht dem Tier der Tod.

(dpa) – Die Aufmerksamkeit für ein Walross namens Freya in Norwegen könnte dem Tier unter Umständen zum Verhängnis werden. Das unachtsame Verhalten von Schaulustigen und das Nichtbefolgen von behördlichen Empfehlungen könne Leben und Gesundheit in Gefahr bringen, erklärte die norwegische Fischereidirektion am Donnerstagabend. „Wir prüfen jetzt weitere Maßnahmen, bei denen die Tötung eine echte Alternative sein kann“, warnte die leitende Kommunikationsberaterin der Behörde, Nadia Jdaini. Man sei mit einer Patrouille im Oslofjord vor Ort, um die Situation zu beobachten.

Das knapp 600 Kilogramm schwere Walross-Weibchen hält die Region um die norwegische Hauptstadt Oslo seit Wochen auf Trab. Unter anderem legte es sich immer wieder auf vor Anker liegende Boote. Für viele Menschen in der Region ist das Tier so zur Sommerattraktion geworden. Normalerweise leben Walrosse weiter nördlich in arktischen Gewässern.

Die Walross-Dame nimmt auf einem Boot im Fjord von Oslo ein Sonnenbad.
Die Walross-Dame nimmt auf einem Boot im Fjord von Oslo ein Sonnenbad.
Foto: AFP

Die Fischereidirektion stört sich vor allem daran, dass Leute zu Freya ins Wasser gehüpft und ihr zudem Kinder am Ufer sehr nahe gekommen sind, um Fotos zu machen. „Wir möchten der Öffentlichkeit erneut - dringend - empfehlen, dort, wo das Walross beobachtet wurde, Abstand zu halten und nicht mit ihm zu baden“, erklärte Jdaini. Dies diene der eigenen Sicherheit ebenso wie dem Tierschutz. Größte Sorge sei, dass Menschen zu Schaden kommen könnten. Das Töten des Tieres wird dabei als letzte Option betrachtet.

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