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Hilfe bei Gelenkbeschwerden
Panorama 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Behandlungsformen

Hilfe bei Gelenkbeschwerden

Wenn Hände heilen: Manuelle Therapie ist eine Unterform der Physiotherapie. Physiotherapeuten brauchen dafür eine zusätzliche Qualifikation.
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Hilfe bei Gelenkbeschwerden

Wenn Hände heilen: Manuelle Therapie ist eine Unterform der Physiotherapie. Physiotherapeuten brauchen dafür eine zusätzliche Qualifikation.
Foto: dpa
Panorama 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Behandlungsformen

Hilfe bei Gelenkbeschwerden

Ob Osteopathie, Manuelle Therapie oder die klassische Krankengymnastik - für Patienten mit Gelenk- oder Muskelschmerzen gibt es diverse Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings ist nicht jede Therapie für jeden Schmerzgeplagten gleichermaßen geeignet.

(dpa/mij) - Wer Beschwerden mit dem Bewegungsapparat hat - sei es, dass das Knie beim Joggen schmerzt oder der Nacken nach einem Tag im Büro komplett verspannt ist -, sucht sich Hilfe. Begriffe wie Physiotherapie, Krankengymnastik, Manuelle Therapie und Osteopathie stehen dann im Raum. Aber was unterscheidet diese Therapieformen eigentlich, und woran erkennen Patienten einen guten Therapeuten?

Physiotherapie, Kinesitherapie und Krankengymnastik

Genau genommen handelt es sich um dasselbe. Michael N. Preibsch vom Deutschen Verband für Physiotherapie erklärt: „Unsere Berufsbezeichnung ist Physiotherapeut, aber das, was ein Arzt verordnet, ist landläufig als Krankengymnastik bekannt.“ In Luxemburg wird auch häufig der Begriff Kinesitherapie verwendet.

Ein Physiotherapeut verfügt über verschiedene Heilmittel, die er anwenden kann, wenn ein Arzt sie verschreibt. Denn genau wie die Manuelle Therapie setzt auch Krankengymnastik eine ärztliche Verordnung voraus. Das heißt: Ein Arzt stellt eine Diagnose und überweist zum Beispiel zum Physiotherapeuten.

Manuelle Therapie

Manuelle Therapie ist ein spezielle Unterform der Physiotherapie. Dabei wird speziell mit den Händen des Therapeuten auf den Körper des Patienten eingewirkt. Vor allem die Gelenkstrukturen stehen dabei im Fokus - etwa bei Bewegungseinschränkungen nach Operationen oder Blockaden zum Beispiel der Lendenwirbelsäule. Der Therapeut versucht dann, manual durch Gelenk- oder Muskeltechniken diese Blockaden zu lösen. Bei der klassischen Krankengymnastik geschieht das nicht.

Physiotherapeuten müssen Manuelle Therapie gesondert lernen, es handelt sich um eine Zusatzqualifikation.

Osteopathie

Anders als die Manuelle Therapie ist Osteopathie keine Weiterbildung, sondern eine eigene Ausbildung. Ausgeübt wird Osteopathie von darin ausgebildeten Heilpraktikern, Ärzten oder Physiotherapeuten. Dabei betrachtet der Osteopath nicht nur das Knochengerüst, sondern vor allem die Leitungsbahnen im Körper, Blutgefäße, Lymphen, Nervensystem und Bindegewebe. Durch Verspannungen oder zum Beispiel auch durch alte Narben breiten sich über diese Strukturen Ungleichgewichte aus. Dadurch kommt es zu Blockaden, die mit der Zeit zu manifesten Erkrankungen führen können.

"Die luxemburgische Krankenkasse CNS  erstattet die Kosten für osteopathische Behandlungen nicht, insoweit als diese Disziplin im Großherzogtum Luxemburg (im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern) nicht offiziell anerkannt ist", erklärt die Association Luxembourgeoise des Ostéopathes (ALDO) auf ihrer Webseite.



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