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Background am Gespréich: Maria Teresa: "Danke für die Diskretion"
Panorama 3 Min. 19.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Background am Gespréich: Maria Teresa: "Danke für die Diskretion"

Die gebürtige Kubanerin lebt seit 35 Jahren in Luxemburg und fühlt sich auch als Luxemburgerin.

Background am Gespréich: Maria Teresa: "Danke für die Diskretion"

Die gebürtige Kubanerin lebt seit 35 Jahren in Luxemburg und fühlt sich auch als Luxemburgerin.
Foto: ©Cour grand-ducale/Sylvie Lancrenon/ tous droits réservés
Panorama 3 Min. 19.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Background am Gespréich: Maria Teresa: "Danke für die Diskretion"

Die Ehefrau von Großherzog Henri war am Samstag zu Gast in der Sendung "Background am Gespréich" auf "RTL Radio Lëtzebuerg" und erzählte von Heimatsgefühlen in Luxemburg und neuen Plänen.

(asc) - Großherzogin Maria Teresa feiert am Dienstag ihren 60. Geburtstag. Am Samstag war die Ehefrau von Großherzog Henri zu Gast in der Sendung "Background am Gespréich" auf "RTL Radio Lëtzebuerg".

60 Jahre seien eine lange Zeit, die Prinzenkinder seien mittlerweile alle erwachsen und nun könne sie die Zeit nutzen, um Projekte in den verschiedensten Bereichen zu verwirklichen. An den Ruhestand denke sie noch lange nicht. "Als Ehefrau des Großherzogs kann man dies sowieso erst tun, wenn der Staatschef selbst in Rente geht", so Maria Teresa.

Maria Teresa: "Ich bin Luxemburgerin"

Über die Hälfte ihres Lebens habe sie in Luxemburg verbracht. Vor 35 Jahren sei sie nicht nur als designierte Gattin des künftigen Großherzogs, sondern auch als eine "fremde Person" ins Großherzogtum gekommen. Heute sei sie Luxemburgerin. Mit drei Jahren habe sie ihre Heimat verlassen und sei danach stets auf der Suche nach ihren Wurzeln gewesen. "Mit meiner Heirat habe ich mein Land gefunden", sagt die gebürtige Kubanerin, die zeitweilig auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besaß.

Ein weiteres Thema in der Sendung war die Flüchtlingspolitik. Sie fühle sich den Asylsuchenden sehr verbunden. Maria Teresa: "Es macht mich traurig, dass oftmals die Lage nicht erkannt wird. Die Probleme sind bekannt und dennoch werden die politischen Entscheidungen verschoben. Die Flüchtlinge sind auch Menschen." Luxemburg mache als Immigrationsland viel, um Flüchtlinge aufzunehmen. Dennoch müssten die Asylbewerber sich hierzulande integrieren und die luxemburgische Kultur akzeptieren, meinte die Großherzogin.

"Wir sind noch immer in einer Männerwelt"

Die fünffache Mutter ging auch auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft ein. Frauen würden sich immer ein wenig hin- und hergerissen fühlen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssten. Keine Mutter lasse ihr krankes Kind gerne allein zuhause zurück, um zur Arbeit zu fahren. Es seien schon viele Fortschritte gemacht worden, um den Eltern den Alltag zu erleichtern und dennoch könne noch vieles verbessert werden. "Und trotzdem sind wir noch immer in einer Männerwelt", stellte die Großherzogin fest.

Die Stellung der Frau in der Gesellschaft sei sehr wichtig. Frauen könnten ihren Beitrag leisten, wenn ihre Meinung in Betracht gezogen würde. Männer und Frauen würden sich ergänzen. Kinder bräuchten Mutter und Vater. Und gerade deshalb sei es ihr vor über 15 Jahren auch nie leicht gefallen, wenn sie zusammen mit dem Großherzog zu Staatsvisiten und offiziellen Anlässen verreist sei und ihre Kinder deshalb alleine bei den Betreuern habe zurücklassen müssen. Die Prinzenkinder hätten sie jedoch nie besonders beschützt, denn sie hätten lernen müssen mit ihrem speziellen Statut zu leben.

Der von einer ehemaligen Mitarbeiterin angestrengte Prozess, bei dem der großherzogliche Hof sich wegen Mobbings und unrechtmäßiger Kündigung verantworten muss, wurde ebenfalls angesprochen. Die Großherzogin meinte diesbezüglich: "Es ist zwar nicht besonders angenehm, mit einer solchen Angelegenheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Es war uns wichtig, dass wir keine Steuergelder verwenden mussten, um die Angelegenheit außergerichtlich zu regeln."

Die Großherzogin dankte auch der luxemburgischen Bevölkerung für ihre Diskretion und den Respekt, den sie der großherzoglichen Familie zolle. Maria Teresa: "Nur deswegen können wir ein normales Privatleben führen und ungestört ins Restaurant oder ins Kino gehen". Auf ihre Rolle als Großherzogin angesprochen, meinte sie, dass sie natürlich an erster Stelle den Großherzog in seinen Aufgaben unterstützen müsse. Ihr Arbeitstag sei meist mit viel Arbeit und zahlreichen Terminen gefüllt, so die für ihr soziales und humanitäres Engagement bekannte Grande-Duchesse.


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