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Australien: Fast 100 Wale nach Massenstrandung gerettet
Panorama 4 25.09.2020

Australien: Fast 100 Wale nach Massenstrandung gerettet

Retter in Macquarie Harbour helfen einem Wal zurück in tieferes Wasser.

Australien: Fast 100 Wale nach Massenstrandung gerettet

Retter in Macquarie Harbour helfen einem Wal zurück in tieferes Wasser.
Foto: AFP/Mell Chun
Panorama 4 25.09.2020

Australien: Fast 100 Wale nach Massenstrandung gerettet

Helfer in Tasmanien konnten etwa ein Fünftel der gestrandeten Grindwale aus ihrer misslichen Lage befreien. Hunderte Tiere sind jedoch an der Küste verendet.

(dpa) - Nach dem Stranden von fast 500 Grindwalen an der australischen Insel Tasmanien haben Retter weitere Tiere befreien können. Damit seien bisher 94 der insgesamt etwa 470 Meeressäuger gerettet und in tiefere Gewässer gebracht worden, teilte die zuständige Behörde mit. 

Die Zahl der verendeten Grindwale wird nun mit 350 angegeben, zunächst war von geschätzten 380 die Rede gewesen. Zwölf bis 20 Tiere befanden sich am Morgen noch auf einer Sandbank. Die Retter hoffen nun, auch diese letzten verbliebenen Wale retten zu können.

Etwa 470 Grindwale waren in dieser Woche an mehreren Stellen der Macquarie-Bucht im Westen der Insel gestrandet. Seit vier Tagen laufen die Rettungsversuche. Sechs Tiere konnten Helfer am Freitagmorgen befreien.

Am Montag waren etwa 270 gestrandete Grindwale an drei Orten in der abgelegenen Macquarie-Bucht entdeckt worden, von denen rund ein Drittel bereits verendet waren. Zwei Tage später wurde nur wenige Kilometer entfernt eine zweite Gruppe von rund 200 gestrandeten Tieren gefunden.


A supplied image obtained on Wednesday, September 23, 2020, of Whale rescue efforts at Macquarie Harbour, Tasmania, Tuesday, September 22, 2020. A huge rescue mission to save some 270 pilot whales stranded off Tasmania's remote west coast is underway. (AAP Image/Supplied by Tasmania Police) NO ARCHIVING, EDITORIAL USE ONLY
Australien: Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot
Hunderte weitere Wale sind in Tasmanien gestrandet. Helfer sprechen von der größten bekannten Strandung an der Küste der australischen Insel. Man könne hören, wie die Tiere einander in ihrer Not rufen, sagt ein Helfer.

Die Massenstrandung ist die bisher größte in Australien. Sie übertrifft in ihrem Ausmaß eine aus dem Jahr 1996, als etwa 320 Grindwale an die Westküste gerieten. Vor Tasmanien stranden Wale recht häufig, meist sind aber weit weniger Tiere betroffen. Zuletzt war in der Gegend eine kleinere Gruppe von Pottwalen an die Küste geraten. Die Gründe dafür sind oftmals unbekannt. Doch Experten vermuten, dass es die Tiere auf der Suche nach Nahrung in Richtung der Küsten zieht.


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