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Australien: Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot
Panorama 1 23.09.2020

Australien: Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot

Australien: Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot

Foto: AFP/Brodie Weeding/The Advocate
Panorama 1 23.09.2020

Australien: Bereits 380 gestrandete Grindwale sind tot

Hunderte weitere Wale sind in Tasmanien gestrandet. Helfer sprechen von der größten bekannten Strandung an der Küste der australischen Insel. Man könne hören, wie die Tiere einander in ihrer Not rufen, sagt ein Helfer.

(dpa) - Australischen Rettern zufolge sind rund 380 der vor der Westküste Tasmaniens gestrandeten Grindwale bereits tot. Etwa 30 weitere Tiere seien vermutlich noch am Leben, teilte Nic Deka von der zuständigen örtlichen Behörde am Mittwoch mit. Bisher konnten demnach 50 Wale befreit werden.

Am Morgen war eine Gruppe von rund 200 weiteren gestrandeten Tieren entdeckt worden. Die neu entdeckte Grindwal-Gruppe befindet sich nur wenige Kilometer von der abgelegenen Macquarie-Bucht entfernt, in der am Montag weit über 200 gestrandete Tiere gefunden worden waren. Der Biologe Kris Carlyon sprach von der größten bisher vor Tasmanien verzeichneten Strandung. Man könne hören, wie die noch lebenden Langflossen-Grindwale einander in ihrer Not rufen.

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Die neu entdeckte Grindwal-Gruppe befindet sich nur wenige Kilometer von der abgelegenen Macquarie-Bucht entfernt, in der am Montag rund 270 gestrandete Tiere gefunden worden waren. Bisher gelang es Einsatzkräften, etwa 25 von ihnen wieder in tieferes Wasser zu bringen. Über Nacht seien einige von ihnen allerdings erneut gestrandet, sagte Deka.

Schwierige Rettungsaktion

Die Einsatzkräfte wollten am Mittwoch von einem Hubschrauber aus, unter Einsatz von Infrarot-Technologie, die Zahl noch lebender Tiere ermitteln. Die meisten seien mit Booten nicht zu erreichen, sagte Carlyon. Die Rettungsaktion werde wohl einige Tage dauern. Langflossen-Grindwale seien aber robuste Tiere und könnten bei kühlen Temperaturen und Regen mehrere Tage überleben. Die Retter konzentrierten sich auf die Tiere mit den besten Überlebenschancen.

Retter tragen einen Wal in Macquarie Harbour zurück ins Wasser.
Retter tragen einen Wal in Macquarie Harbour zurück ins Wasser.
Foto: Tasmania Police/AFP

Es sei eine der schwierigsten Rettungsaktionen verglichen mit früheren Massenstrandungen in der Region, so Carlyon weiter. In Tasmanien stranden Wale recht häufig, meist sind aber weit weniger Tiere betroffen. Zuletzt war in der Gegend eine kleinere Gruppe von Pottwalen an die Küste geraten.

Langflossen-Grindwale, auch Pilotwale genannt, sind sehr soziale Tiere. Mehrere Hundert Wale können gemeinsam auf Wanderschaft sein. Dabei folgen die Gruppen - Schulen genannt - einzelnen Leittieren. Diesen schwimmen sie auch in flaches Wasser nach, wo sie sich nicht mehr orientieren können. 

Bei solchen Massenstrandungen, deren Ursachen noch weitgehend unklar sind, stirbt meist ein Großteil der Tiere. Bei Rettungsaktionen ist ein Problem, dass in tieferes Wasser gebrachte Tiere häufig wieder zu ihren noch gestrandet liegenden Gefährten zurückschwimmen.


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