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Auch Joni Mitchell will Musik von Spotify entfernen
Panorama 29.01.2022
Streit über Falschinformationen

Auch Joni Mitchell will Musik von Spotify entfernen

Joni Mitchell bei der Verleihung des Kennedy-Preises im Dezember 2021.
Streit über Falschinformationen

Auch Joni Mitchell will Musik von Spotify entfernen

Joni Mitchell bei der Verleihung des Kennedy-Preises im Dezember 2021.
Foto: AFP
Panorama 29.01.2022
Streit über Falschinformationen

Auch Joni Mitchell will Musik von Spotify entfernen

Die Sixties-Ikone erklärt sich solidarisch mit Neil Young – und lässt ihre gesamten Songs von der Streaming-Plattform entfernen.

(dpa) - Nach dem Protest von Weltstar Neil Young gegen einen von zahlreichen Wissenschaftlern als verharmlosend kritisierten Corona-Podcast will auch Joni Mitchell ihre Musik vom Streamingdienst Spotify abziehen. 

„Ich habe beschlossen, meine gesamte Musik bei Spotify zu entfernen“, schrieb Mitchell (78/„Jericho“) am Freitag (Ortszeit) auf ihrer Website. „Verantwortungslose Menschen verbreiten Lügen, die Menschen das Leben kosten.“ Sie sei in dieser Sache solidarisch mit Neil Young und den globalen wissenschaftlichen und medizinischen Gemeinschaften.

Streit über Verbreitung von Falschinformationen

Young („Heart of Gold“) hatte Spotify vorgeworfen, etwa in Podcasts Falschinformationen über Coronavirus-Impfstoffe zu verbreiten. Auf einer Plattform, die solche Fehlinformationen enthalte und verbreite, wolle er nicht präsent sein – daraufhin hatte der Streamingdienst die Musik des Kanadiers vorerst aus dem Programm genommen.

Spotify wolle seinen Nutzern alle Musik- und Audioinhalte zugänglich machen, hieß es in dem Statement des Streaming-Riesen. „Das bringt eine große Verantwortung mit sich, wenn es darum geht, ein Gleichgewicht zwischen der Sicherheit für die Hörer und der Freiheit für die Urheber zu schaffen“, teilte der Streamingdienst am Mittwoch in einer Erklärung mit.

In einem offenen Brief, der später von der Homepage verschwand, hatte Young seine Kritik gegen den äußerst populären Podcast des US-Comedians Joe Rogan gerichtet: „Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide.“ 

Schon Mitte Januar hatten zahlreiche Mediziner und Wissenschaftler Spotify in einem offenen Brief vorgeworfen, mit dem Podcast „unbelegte Verschwörungstheorien“ und Falschinformationen zu verbreiten.


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Musik, Kopfhörer, MP3