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Archäologen finden riesige verschollene Stadt in Ägypten
Panorama 3 2 Min. 10.04.2021 Aus unserem online-Archiv

Archäologen finden riesige verschollene Stadt in Ägypten

Gesamtansicht der 3.000 Jahre alten Ruinen der von ägyptischen Archäologen entdeckten "verlorenen Stadt".

Archäologen finden riesige verschollene Stadt in Ägypten

Gesamtansicht der 3.000 Jahre alten Ruinen der von ägyptischen Archäologen entdeckten "verlorenen Stadt".
Foto: STR/dpa
Panorama 3 2 Min. 10.04.2021 Aus unserem online-Archiv

Archäologen finden riesige verschollene Stadt in Ägypten

Aus historischen Quellen war die Existenz der Siedlung bekannt. Nun wurde die 3.000 Jahre alte Stadt durch Zufall bei Ausgrabungen mit anderem Zweck entdeckt.

(dpa) - Eigentlich waren die Archäologen auf der Suche nach dem Totentempel von Pharao Tutanchamun. Stattdessen fanden sie im ägyptischen Luxor nun eine 3.000 Jahre alte Stadt. Es handele sich um die größte antike Stadt, die jemals in Ägypten gefunden wurde, erklärte der Leiter der Mission, Sahi Hauass, in einer Mitteilung.

„Die Entdeckung dieser verlorenen Stadt ist die zweitwichtigste archäologische Entdeckung seit dem Grab von Tutanchamun“, sagte die Professorin für Ägyptologie an der Johns Hopkins Universität in den USA, Betsy Bryan. Das Grab des Pharaos war 1922 entdeckt worden. Der jetzige Fund gibt Bryan zufolge „einen seltenen Einblick in das Leben der alten Ägypter zu der Zeit, als das Imperium am reichsten war“.

Die Entdeckung dieser verlorenen Stadt ist die zweitwichtigste archäologische Entdeckung seit dem Grab von Tutanchamun.

Professorin Betsy Bryan

Die Siedlung stamme aus der Zeit des Königs Amenophis III., der von etwa 1391 bis 1353 v. Chr. im Alten Ägypten herrschte, teilte Hauass mit. Das belegen dem Archäologen zufolge auch ausgegrabene Gegenstände wie Lehmziegel mit Siegeln des Pharaos.


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Die antike Stadt sei gut erhalten, „mit fast vollständigen Mauern und Räumen“. Die Mauern seien teilweise bis zu drei Meter hoch. Die Archäologen hätten unter anderem Felsengräber, eine Bäckerei mit Öfen und Keramikbehältern sowie eine Werkstatt entdeckt. In der Werkstatt sollen demnach in einem Bereich Ziegel, in einem anderen Amulette als Dekoration für Tempel und Gräber hergestellt worden sein. Ein Wohn- und Verwaltungsviertel sei erst teilweise freigelegt worden.

Viele sind bei der Suche gescheitert

Die Stadt galt demnach als verloren: „Viele Auslandsmissionen haben nach dieser Stadt gesucht und sie nie gefunden“, sagte Hauass. Aus historischen Quellen gehe hervor, dass die Siedlung aus drei Palästen von König Amenophis III. sowie dem Verwaltungs- und Industriezentrum des Imperiums bestanden haben soll. Der Archäologe sowie das ägyptische Antikenministerium hatten den Fund im Süden des Landes am Donnerstag verkündet.


HANDOUT - 26.09.2020, Italien, Pompeji: Das am 26.12.2020 zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Blick in eine antike Imbissbude aus der Zeit des Untergangs der Stadt, Archäologen haben hier einen intakten Tresen ausgegraben. Die «Snack Bar», wie sie das Museum bezeichnete, sei eine der ältesten in Pompeji, teilte der Parco Archeologico mit. Foto: Luigi Spina/Parco Archeologico/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Archäologen haben im italienischen Pompeji einen intakten Tresen in einer antiken Imbissbude aus der Zeit des Untergangs der Stadt ausgegraben.

Die Ausgrabung hatte Hauass zufolge im September 2020 begonnen - mit dem Ziel, den Totentempel von Tutanchamun zu finden. „Zur großen Überraschung des Teams tauchten in alle Richtungen Lehmziegelformationen auf“, sagte der Mann, der als einer der einflussreichsten und kundigsten Archäologen Ägyptens gilt.

Ägypten hat in jüngster Zeit eine Reihe archäologischer Entdeckungen publik gemacht. So waren im Februar bei Ausgrabungen im Nildelta Überreste einer antiken Brauerei freigelegt worden. Im Januar hatten Archäologen in der Totenstadt Sakkara bei Kairo zudem einen Totentempel und 50 weitere Sarkophage gefunden.


04.06.2020, Baden-Württemberg, Allensbach: Kreisarchäologe und Grabungsleiter Jürgen Hald (r) und Grabungstechnikerrin Rebecca Letzing graben Teile von Skeletten an der historischen Hinrichtungsstätte unweit des Gnadensees (Teil des Bodensees) aus. Archäologen haben dort Reste eines Galgens, mehrere Skelette sowie Brandgruben gefunden. (zu dpa: «Tod am Galgen - Archäologen entdecken Hinrichtungsstätte am Bodensee») Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Tod am Galgen: Archäologen entdecken Hinrichtungsstätte am Bodensee
Es ist ein gruseliger, zugleich aber auch faszinierender Fund: Bei Allensbach am Bodensee haben Archäologen eine frühneuzeitliche Hinrichtungsstätte entdeckt.

Die Verkündigung antiker Entdeckungen soll auch die angeschlagene Tourismusbranche in Ägypten wiederbeleben. Die Wirtschaft ist von Tourismus-Einnahmen abhängig und hat während der Corona-Pandemie stark gelitten

Ein ähnliches Ziel verfolgte auch eine feierliche Prozession in Kairo in der vergangenen Woche: Dabei wurden die Mumien von 22 Königen und Königinnen aus dem alten Ägypten durch die Stadt transportiert, um in ein neues Museum verlegt zu werden.


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