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Apple ändert Regeln für Musikdienst
Panorama 22.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach Blogeintrag von Taylor Swift

Apple ändert Regeln für Musikdienst

Taylor Swift hat es geschafft, Apple den Arm zu biegen.
Nach Blogeintrag von Taylor Swift

Apple ändert Regeln für Musikdienst

Taylor Swift hat es geschafft, Apple den Arm zu biegen.
Foto: AFP
Panorama 22.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach Blogeintrag von Taylor Swift

Apple ändert Regeln für Musikdienst

Taylor Swift ist über Nacht zur mächtigsten Künstlerin im Musikgeschäft geworden. Die 25-jährige Sängerin erreichte mit einem Blogeintrag, das Apple Musikern auch während der kostenlosen Probezeit beim neuen Streaming-Dienst Geld bezahlen wird.

(dpa) - Sängerin Taylor Swift hat Apple zu einer Änderung der Konditionen für Künstler beim neuen Musikdienst des Konzerns gebracht. Wenige Stunden nach einem offenen Brief von Swift gab Apple nach und erklärte, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen werden. Das war ursprünglich nicht vorgesehen. Die 25-Jährige Swift hatte dies in einem Blogeintrag am Sonntag als „schockierend und enttäuschend“ verurteilt.

Der Chef der Apple-Plattform iTunes, Eddy Cue, sagte dem Technologie-Blog „Recode“, das Umdenken sei von Swifts offenem Brief ausgelöst worden. Er habe die Änderung mit Konzernchef Tim Cook besprochen. Apple werde die Künstler bei seinem Streaming-Dienst Apple Music während der Gratis-Probezeit zu einem nicht näher genannten Tarif pro Abruf ihrer Songs bezahlen. Es ist unklar, was die Änderung Apple kosten wird.

Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt. Apple setzte bisher auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen. Mit dem Start von Apple Music am 30. Juni stößt der iPhone-Konzern ins Streaming-Geschäft vor, in dem bisher die schwedische Firma Spotify der Marktführer ist. Apple konnte eine negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wenige Tage vor dem wichtigen Marktstart überhaupt nicht gebrauchen.

Swift hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Alben bei Spotify abzog, weil der Dienst auch eine werbefinanzierte Gratis-Version hat. Die Sängerin sieht darin eine Entwertung von Musik. Jetzt hatte sie angekündigt, sie werde ihr aktuelles Album „1989“ dem Streaming-Service von Apple vorenthalten.


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