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Angelina Jolie nach der Trennung: "Ich halte es für wichtig, unter der Dusche zu weinen"
Angelina Jolie findet es lächerlich, als Sexsymbol angesehen zu werden.

Angelina Jolie nach der Trennung: "Ich halte es für wichtig, unter der Dusche zu weinen"

Foto: Reuters
Angelina Jolie findet es lächerlich, als Sexsymbol angesehen zu werden.
Panorama 2 Min. 27.07.2017

Angelina Jolie nach der Trennung: "Ich halte es für wichtig, unter der Dusche zu weinen"

Ihre Trennung hatte weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt: Angelina Jolie und Brad Pitt gehen seit neun Monaten getrennte Wege - die Schauspielerin hat sich jetzt zu ihrem turbulenten Leben mit sechs Kindern geäußert.

(dpa) - Angelina Jolie hatte während der Turbulenzen um die Trennung von Brad Pitt nach eigenen Angaben zeitweise Lähmungserscheinungen im Gesicht. „Manchmal stellen sich Frauen in Familien selbst an die letzte Stelle, bis es sich an ihrer eigenen Gesundheit bemerkbar macht“, sagte die Schauspielerin dem Magazin „Vanity Fair“. Eine Seite ihres Gesichts habe heruntergehangen. Durch eine Behandlung mit Akupunktur sei sie wieder vollständig genesen.

Der Stress eines Sorgerechtsstreits mit ihrem langjährigen Partner, während sie sich um ihre sechs Kinder kümmern musste, habe auch weitere Folgen: Sie habe Bluthochdruck, ihre Haut sei trockener, und sie habe mehr graue Haare. „Ich weiß aber nicht sicher, ob es die Wechseljahre sind oder nur das Jahr, das hinter mir liegt“, scherzte sie im Interview.

Ich halte es für wichtig, unter der Dusche zu weinen und nicht vor ihnen.

Über die Kommunikation mit Pitt äußerte sie sich zurückhaltend. „Wir kümmern uns umeinander und wir kümmern uns um unsere Familie, wir arbeiten auch auf dasselbe Ziel hin.“ Ihre Gefühle versuche sie, im Zaum zu halten - wegen der Kinder: „Ich möchte nicht, dass sich meine Kinder um mich Sorgen machen. Ich halte es für wichtig, unter der Dusche zu weinen und nicht vor ihnen.“

Zwei Jahre nach ihrer Hochzeit hatte Jolie im September die Scheidung von Pitt eingereicht. Sie forderte das alleinige Sorgerecht für die drei leiblichen und die drei adoptierten Kinder. In einem gemeinsamen Statement hatten beide zu Jahresbeginn angekündigt, ihre Scheidung zum Wohle ihrer Kinder unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuwickeln. Anfang Mai hatte der 53-Jährige sein Schweigen über die Trennung gebrochen und der US-Zeitschrift „GQ Style“ erzählt, dass er in Therapie sei und von Alkohol Abstand halte.

Sexsymbol = lächerlich

Die Vorstellung, dass sie für manche noch immer ein Sexsymbol sein könne, findet Angelina Jolie lächerlich. Sie fühle sich allerdings jetzt mehr als Frau, weil „ich meine eigenen Entscheidungen treffen kann“, außerdem stelle sie ihre Familie an die erste Stelle und sei „verantwortlich“ für ihr Leben und ihre Gesundheit.

Ich möchte einfach gutes Frühstück vorbereiten und mich um das Haus kümmern. Das ist meine Leidenschaft.

Außerdem ist Jolie jetzt alleine für den Haushalt und die Kinder zuständig - und scheint diese Aufgaben sehr ernst zu nehmen. Sie wolle Interviews für den Netflix-Film „First They Killed My Father“ geben und erst einmal keine weiteren Filmprojekte übernehmen, sagte sie der „Vanity Fair“. „Ich möchte einfach gutes Frühstück vorbereiten und mich um das Haus kümmern. Das ist meine Leidenschaft“, so die 42-Jährige.

Kürzlich hat sie nach dem Bericht eine Villa gekauft - sie gehörte einst dem Filmemacher Cecil B. DeMille. „Die Zeit war hart und wir können gerade erst wieder durchatmen“, so Jolie über die vergangenen Monate, in denen sie mit den Kindern in einer gemieteten Unterkunft gelebt hatte. Das neue Haus „ist ein großer Schritt vorwärts für uns, und wir versuchen, alles zu tun, um unsere Familie zu heilen“. Das Gebäude steht in Los Angeles im Stadtteil Los Feliz - aus dem Spanischen übersetzt heißt das „die Glücklichen“.


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