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Andere Länder, andere Sitten
Panorama 2 Min. 05.12.2019

Andere Länder, andere Sitten

 Das Luciafest in Schweden.

Andere Länder, andere Sitten

Das Luciafest in Schweden.
Foto: Shutterstock
Panorama 2 Min. 05.12.2019

Andere Länder, andere Sitten

Sarah SCHÖTT
Sarah SCHÖTT
In der kommenden Nacht reist der Kleeschen durchs Land – in anderen Ländern übernehmen seine Freunde diese Aufgabe.

Heute Nacht ist es wieder so weit: Wenn die Kinder schlafen, kommt heimlich, still und leise der Kleeschen und bringt ihnen Geschenke vorbei. Schon vor dem eigentlichen Tag stellen kleine und größere Nikolausfans ihre Schuhe vor die Tür, damit sie mit allerhand Leckereien gefüllt werden. Und wenn sie dann morgen früh wach werden, entdecken sie ihre „richtigen“ Geschenke. Am 6. Dezember, dem Gedenktag des heiligen Nikolaus, wird hier in Luxemburg, aber auch in vielen anderen Ländern seiner gedacht. Mancherorts gibt es aber auch andere Bräuche. Teilweise gleichen sie den hiesigen Traditionen, teilweise unterscheiden sie sich – und das nicht nur, was das Datum betrifft.

 Väterchen Frost und seine Enkelin in Russland.
Väterchen Frost und seine Enkelin in Russland.
Foto: Shutterstock

Väterchen Frost mit Enkelin

In Russland etwa kommt nicht der Nikolaus, sondern „Djed Moros“ (Väterchen Frost) mit seiner Enkelin „Snegurotschka“ (Schneemädchen) auf einem Schlitten. Er sieht dem Weihnachtsmann ähnlich und trägt meist einen blauen oder einen roten Mantel. Seine Enkelin hilft ihm dabei, die Geschenke zu verteilen. Allerdings statten die beiden den Kindern nicht im Dezember, sondern erst im Januar einen Besuch ab.

Mit deutlich mehr Show als hierzulande feiern die Brasilianer ihr Nikolausfest. Dort kommt „Papa Noel“ nicht einfach nur mit dem Schlitten und ein paar Rentieren daher – er wird gleich per Helikopter eingeflogen. Jedes Jahr landet er im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro und läutet mit einer riesigen Party den Beginn der Weihnachtszeit ein. Mehrere Hunderttausend Menschen sind bei dem Spektakel dabei. Papa Noel verteilt bei dieser Gelegenheit natürlich auch Geschenke und den Zuschauern wird ein abwechslungsreiches Showprogramm geboten.

  Krampusse begleiten den Nikolaus unter anderem in Österreich.
Krampusse begleiten den Nikolaus unter anderem in Österreich.
Foto: Shutterstock

Eine ganze Gruppe Krampusse

Nochmals anders geht es am Nikolaustag in Österreich zu. Der Heilige an sich gleicht dem hiesigen, die Rahmenbedingungen sind allerdings ein wenig anders. In der Alpenrepublik wird der heilige Mann nicht von einem Houseker begleitet, sondern gleich von einer ganzen Gruppe gogenannter Krampusse. Diese bösen Begleiter bestrafen unartige Kinder. In manchen Städten und Dörfern werden ganze Krampusumzüge veranstaltet. Dabei ziehen die Gestalten mit lauten Glocken und ihren Ruten durch die Straßen und erschrecken Passanten.


Heinz Grimm (l.) von der Deutschen Post und der Nikolaus aus der saarländischen Gemeinde St. Nikolaus, Rudolf Lange, stempeln auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2008 mit dem Nikolaus-Sonderstempel der Post Briefe.
Rekord: Nikolauspostamt beantwortet 24.146 Kinderbriefe
Die weitaus meiste Post kam wieder aus Deutschland (20.577 Briefe). Aus dem Ausland stammten die meisten Briefe aus Taiwan (1469), Frankreich (546) und Russland (357).

Nicht den Nikolaus, sondern die heilige Lucia feiern die Schweden. Das Luciafest, das auch in anderen skandinavischen Ländern begangen wird, fällt auf den 13. Dezember, den Gedenktag der Heiligen. Beliebt sind vor allem die Konzerte, die zu dieser Gelegenheit stattfinden, häufig in Kirchen. Dann schreitet Lucia – diese Rolle will jedes Mädchen spielen – mit ihrem Gefolge zum Altar und entzündet Kerzen mit der Bitte um Frieden in der Weihnachtszeit. Nicht fehlen dürfen süße Safranbrötchen, Lussekatter („Luciakatzen“) genannt. 


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