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Amerikanischer Deserteur gestorben
Panorama 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv
40 Jahre in Nordkorea

Amerikanischer Deserteur gestorben

Charles Jenkins lebte 40 Jahre in Nordkorea.
40 Jahre in Nordkorea

Amerikanischer Deserteur gestorben

Charles Jenkins lebte 40 Jahre in Nordkorea.
Foto: AFP
Panorama 12.12.2017 Aus unserem online-Archiv
40 Jahre in Nordkorea

Amerikanischer Deserteur gestorben

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Er war wohl der berühmteste amerikanische Deserteur der Nachkriegszeit: Charles Jenkins floh 1965 vor einem Einsatz im Vietnamkrieg und lief nach Nordkorea über. Dort lebte er 40 Jahre. Jetzt starb er 77-jährig in Japan.

 (dpa) - Ein amerikanischer Deserteur, der 40 Jahre lang in Nordkorea gelebt hatte, ist in der japanischen Heimat seiner Frau gestorben. Charles Jenkins sei im Alter von 77 Jahren aus unbekanntem Grunde verstorben, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Jenkins war 1965 desertiert, um einem Einsatz im Vietnamkrieg zu entgehen, und hatte sich in das kommunistische Nordkorea abgesetzt. Dort heiratete er später eine Japanerin, die 1978 als 19-Jährige von nordkoreanischen Agenten aus ihrer Heimat entführt worden war.

Symbolische Haftstrafe nach 39 Jahren

Die Frau durfte 2002 nach 24 Jahren wieder nach Japan zurückkehren, nachdem Nordkorea die Entführung mehrerer Japaner in den 70er und 80er Jahren eingestanden hatte. Die Opfer sollten unter anderem nordkoreanischen Spionen Japanisch beibringen. Jenkins war seiner Frau 2004 nach Japan gefolgt und hatte sich dem US-Militär gestellt. Er wurde von einem Militärgericht wegen Desertion verurteilt und saß 25 Tage ab. Seitdem lebte er mit seiner Frau und ihren beiden Töchtern in der japanischen Präfektur Niigata.


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