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"Alles Walzer!": Wien tanzt beim Ball der Bälle
Panorama 7 20.02.2020

"Alles Walzer!": Wien tanzt beim Ball der Bälle

Bauunternehmer Richard Lugner (3.v.l.) mit Tochter Jacqueline (2.v.r.), Stargast Ornella Muti (3.v.r.) und seiner Begleitung Karin Karrer (l.) vor Beginn des Wiener Opernballs.

"Alles Walzer!": Wien tanzt beim Ball der Bälle

Bauunternehmer Richard Lugner (3.v.l.) mit Tochter Jacqueline (2.v.r.), Stargast Ornella Muti (3.v.r.) und seiner Begleitung Karin Karrer (l.) vor Beginn des Wiener Opernballs.
Foto: Herbert Oczeret/APA/dpa
Panorama 7 20.02.2020

"Alles Walzer!": Wien tanzt beim Ball der Bälle

Prächtige Roben, Männer in Fracks und der ewige Mörtel: In der österreichischen Hauptstadt ging am Donnerstag der 64. Opernball über die Bühne.

(mij/dpa) - Während am Donnerstag in Luxemburg das Leben seinen gewohnten Lauf ging und in Köln Jecken durch die Straßen zogen, richteten sich in der Alpenrepublik Österreich alle Augen auf die Wiener Staatsoper: Der Opernball lockte rund 5.500 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an. 

Im Mittelpunkt standen nicht nur die 150 jungen Tanzpaare, die den Ball eröffneten, und die musikalischen Gäste, darunter Sopranistin Aida Garifullina und Tenor KS Piotr Beczala, sondern auch die Stars und Sternchen in den Logen, allen voran Richard Lugner: „Mörtel“ wurde diesmal von der italienischen Schauspielerin Ornella Muti zum Event begleitet und posierte dort mit ihr neben einer „Mörtel“-Wachsfigur. 

Ornella Muti trug ein ebenso elegantes wie schlichtes schwarzes Kleid mit langen Ärmeln, wenig Spitze und einer Schleife auf der Schulter. „Ich hoffe, dass ich Fun (Spaß) habe“, sagte Muti kurz vor der Eröffnung. Lugner sagte dem Sender OE24: „Ich kann sie nur mit Lob überschütten, weil alles perfekt ist.“ Die 64-Jährige war nach Absagen von zwei anderen Frauen kurzfristig eingesprungen. Der 87-jährige Lugner bezahlt seiner Begleitung eine Summe in unbekannter Höhe.

Regierungsspitze fehlte

Im Gegensatz zu früheren Opernbällen war Österreichs Regierungsspitze nicht vertreten. Kanzler Sebastian Kurz war beim EU-Sondergipfel in Brüssel. Vizekanzler Werner Kogler entschuldigte sich krankheitshalber. Der Grünen-Chef hatte nach eigenen Worten ohnehin keine große Lust auf den Ball.

Der Ball gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt in Österreich. Für das Event wird die Staatsoper binnen 30 Stunden in einen riesigen Tanzsaal umgebaut. Die Tickets für das stets ausverkaufte Ereignis kosten zwischen 315 Euro und bis zu 23.600 Euro für eine Loge. Die Staatsoper macht nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von mehr als einer Million Euro.

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