Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Alec Baldwins Filmpistole enthielt Patrone
Panorama 25.10.2021
Untersuchungsbericht

Alec Baldwins Filmpistole enthielt Patrone

Kerzen zum Gedenken an die getötete Kamerafrau Halyna Hutchins in Albuquerque, New Mexico.
Untersuchungsbericht

Alec Baldwins Filmpistole enthielt Patrone

Kerzen zum Gedenken an die getötete Kamerafrau Halyna Hutchins in Albuquerque, New Mexico.
Foto: AFP
Panorama 25.10.2021
Untersuchungsbericht

Alec Baldwins Filmpistole enthielt Patrone

Der Schauspieler bekam die Waffe mit dem Hinweis "cold gun" ("nicht geladen") ausgehändigt - offensichtlich war dem aber nicht so. Am Set soll es zu weiteren Unregelmäßigkeiten gekommen sein, die Produktionsfirma bestreitet das.

(dpa) - Drei Tage nach dem Tod von Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins durch eine versehentlich ausgelöste Requisitenwaffe an einem Western-Set in New Mexiko hat die Polizei Details aus zwei Untersuchungsberichten veröffentlicht. Demnach hatte ein Regieassistent Schauspieler Alec Baldwin bei der Übergabe der Pistole versichert, dass es sich um eine „cold gun“, also eine Waffe ohne Munition handele. Der Assistent habe nicht gewusst, dass eine Patrone in der Waffe steckte, heißt es in dem Bericht weiter.

Kamerafrau Halyna Hutchins galt als großes Talent. Sie überlebte den Unfall am Set nicht.
Kamerafrau Halyna Hutchins galt als großes Talent. Sie überlebte den Unfall am Set nicht.
Foto: AFP

Der zweite Bericht zitiert Aussagen des bei dem Unfall ebenfalls verletzten Regisseurs Joel Souza. Dieser hatte bestätigt, dass am Donnerstagmorgen eine neue Kameracrew engagiert werden musste, weil ein davor eingesetztes Team die Produktion verlassen hatte. Die „Los Angeles Times“ hatte am Freitag berichtet, dass sich Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beschwert und aus Protest die Produktion verlassen haben sollen. Am Mittwoch will die Polizei bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen informieren, nannte aber noch keine Uhrzeit.


09.09.2015, USA, Flushing Meadows: US-Schauspieler Alec Baldwin als Zuschauer bei den US Open. Er hat nach Angaben der Polizei bei einem Filmdreh zu dem Western «Rust» auf der Bonanza Creek Ranch in New Mexico mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins sei tödlich verletzt worden, Regisseur Joel Souza (48) sei verletzt worden und werde in einem Krankenhaus behandelt. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Foto: Javier Rojas/Prensa Internacional via ZUMA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Alec Baldwin in "Schock und Trauer", Polizei durchsucht Filmset
Nach dem tödlichen Vorfall hat der Schauspieler sein tiefes Bedauern und Entsetzen geäußert. Wie konnte es dazu kommen?

Der Regieassistent, der Baldwin die Waffe gab, habe bereits bei einer früheren Produktion Sicherheitsstandards verletzt, hatte am Sonntag eine Technikerin für Spezialeffekte und Pyrotechnik dem Sender NBC gesagt. Sie hatte mit dem Assistenten demnach 2019 für die Reihe „Into the Dark“ beim Streaminganbieter Hulu gearbeitet. Das Produktionsteam dort erklärte, dass keine Beschwerden damals vorgebracht worden seien.

US-Medien berichteten zudem über Kritik an der 24 Jahre alten Waffenmeisterin, die für die ordnungsgemäße Handhabung aller Waffen am Set zuständig war. „Rust“ war erst der zweite Film, an dem sie in dieser Funktion beteiligt war.


(FILES) In this file photo taken on April 12, 2019 actor Alec Baldwin attends the 'Exploring the Arts' 20th anniversary Gala at Hammerstein Ballroom in New York City. - A woman has died after being shot during the filming of a movie starring Alec Baldwin, US law enforcement officers said October 21, 2021. "Two individuals were shot during filming of a scene on the set of the movie western 'Rust'," the sheriff in Santa Fe, New Mexico said in a statement. (Photo by Angela Weiss / AFP)
Alec Baldwin tötet mit Requisitenwaffe eine Kamerafrau
Der US-Schauspieler hat bei einem Filmdreh mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen.

Die Produktionsfirma Rust Movie Productions wies die Vorwürfe zurück. Es seien keine offiziellen Beschwerden über die Sicherheit von Waffen oder Requisiten am Set bekannt gewesen, zitierte die „New York Times“ aus einer Mitteilung. Die Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western, bei dem Baldwin auch als Produzent mitwirkte, hatten Anfang Oktober auf der Bonanza Creek Ranch begonnen und sind nach dem Unfall unterbrochen worden. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Regisseur Quentin Tarantino (54) bedauert es, Schauspielerin Uma Thurman (47) bei den Dreharbeiten für „Kill Bill“ zu einem Stunt überredet zu haben, bei dem sie sich verletzte. Ein kürzlich aufgetauchtes Video zeigt den Unfall.