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60 Jahre NASA
Eine der Sternstunden der NASA: die Mondlandung am 29. Juli 1958.

60 Jahre NASA

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Eine der Sternstunden der NASA: die Mondlandung am 29. Juli 1958.
Panorama 10 2 Min. 28.07.2018

60 Jahre NASA

In den sechs Jahrzehnten ihrer Existenz kann die NASA enorme Errungenschaften vorweisen. Ein Rückblick auf zehn Erfolgsmomente, die Weltraumgeschichte geschrieben haben, und ein Ausblick auf die Zukunft.

(dpa/NASA/mk) - In den sechs Jahrzehnten ihrer Existenz kann die NASA enorme Errungenschaften vorweisen. Ein Rückblick auf zehn Erfolgsmomente, die Weltraumgeschichte geschrieben haben, und ein Ausblick auf die Zukunft.

„Das Unmögliche möglich machen“

Auf die Frage nach den herausragendsten Errungenschaften der US-Raumfahrtbehörde NASA muss der Astrophysiker John O'Meara nicht lange nachdenken. Die Mondlandung am 21. Juli 1969 sei „ein Triumph für die NASA und den Geist der Menschheit“ gewesen, sagt der Wissenschaftler am Saint Michael’s College im US-Bundesstaat Vermont, der oft mit der Raumfahrtbehörde zusammengearbeitet hat.

Die Mondlandung gelang früh in der Geschichte der NASA. Am 29. Juli 1958 – am Sonntag vor genau 60 Jahren – unterzeichnete der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower das „National Aeronautics and Space“-Gesetz und gründete damit die Nasa, die wenige Wochen danach ihren Betrieb aufnahm. Inzwischen hat die Raumfahrtbehörde mit Hauptsitz in Washington mehr als 17 000 Mitarbeiter an Standorten überall in den USA.

Neben der Mondlandung hat die NASA bislang unter anderem mit zahlreichen Sonden das Planetensystem inklusive unserer Erde ausgiebig erforscht, mit Weltraumteleskopen tief in die Weite hinter unserem Sonnensystem gespäht und gemeinsam mit anderen Ländern die Internationale Raumstation ISS aufgebaut, einen permanenten Außenposten der Menschheit im All. Dazu informiert die NASA Menschen auf der ganzen Welt über das Weltall.

Die NASA braucht neue Visionen die begeistern.
Die NASA braucht neue Visionen die begeistern.
Foto: NASA

„Die NASA ist immer noch eine großartige Behörde mit großartigen Mitarbeitern, die großartige Fähigkeiten haben, aber sie hat ein wenig ihren Schwung verloren und ihren Fokus darauf, das Unmögliche möglich zu machen“, sagt Wissenschaftler O'Meara. „In vielen Hinsichten ist das nicht die Schuld der NASA selbst, sondern es liegt daran, dass ihr Budget jedes Jahr vom Kongress neu bestimmt werden muss.“

Das sei natürlich grundsätzlich nicht falsch, führe aber dazu, dass häufig neue Politiker entscheiden müssten und sich niemand langfristig festlegen wolle. „Dass wir noch keine Menschen auf den Mars geschickt haben, liegt daran, dass es sehr teuer ist und sehr lange dauert. Niemand in der Politik will sich wirklich dahinterstellen, denn es ist unwahrscheinlich, dass es noch in der eigenen Amtszeit passieren wird – und man sich mit dem Verdienst brüsten kann.“


This NASA photo taken on February 04, 2018, is a self-portrait of NASA's Curiosity Mars rover on Vera Rubin Ridge. Directly behind the rover is Gale Crater's rim. 
Behind Curiosity's mast is Mount Sharp. Curiosity landed on Mars five years ago with the intention of studying lower Mount Sharp, where it will remain for all of its time on Mars. The mountain's base provides access to layers formed over millions of years. These layers formed in the presence of water -- likely due to a lake or lakes that sat at the bottom of the mountain, which sits inside Gale Crater. This mosaic was assembled from dozens of images taken by Curiosity's Mars Hands Lens Imager (MAHLI). They were all taken on January 23, 2018, during Sol 1943.

A massive underground lake has been detected for the first time on Mars, marking the largest body of liquid water ever found on the Red Planet, scientists said on July 25, 2018. Located under a layer of Martian ice, the lake is vast, spanning about 12 miles (20 kms) wide, and raises the possibility that more water, and maybe even life exists on Earth's neighboring planet, said the report in the US journal Science.
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Heiß umkämpftes Budget

Nach wie vor müsse die Behörde um ihr Budget kämpfen. Der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump habe für die NASA nicht viel verändert, sagt O'Meara. Bis auf die unter Trumps Vorgänger Barack Obama sehr geförderte Erd- und Klimaforschung, um die müsse man sich Sorgen machen.

Die Mondlandung, der große „Schlüsselmoment“ der NASA, ist inzwischen fast 50 Jahre her – und es brauche dringend neue solche Momente, so O'Meara. Um die zu schaffen, müsse die NASA riesige Herausforderungen meistern. Zunächst müssten dringend wieder Astronauten mit US-Raumschiffen ins All gebracht werden, um die derzeitige Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln zu beenden.

Und dann brauche die Raumfahrtbehörde wieder eine begeisternde Vision. Zum Beispiel: Menschen auf dem Mars – oder auch auf dem Jupiter-Mond Europa. Auch die Lösung eines der spannendsten Rätsel der Menschheit sei für die NASA in greifbarer Nähe. „Es liegt in unseren Möglichkeiten, in den nächsten 20 Jahren definitiv herauszufinden, ob es außer uns noch Leben im Universum gibt.“


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