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180 Kilometer für Europa
Panorama 24.05.2020

180 Kilometer für Europa

Christoph Drost und Philip Hoffmann mit dem deutschen Botschafter Heinrich Kreft und dem Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch in Schengen (v.l.n.r.).

180 Kilometer für Europa

Christoph Drost und Philip Hoffmann mit dem deutschen Botschafter Heinrich Kreft und dem Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch in Schengen (v.l.n.r.).
Foto: privat
Panorama 24.05.2020

180 Kilometer für Europa

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Es war eine Protestaktion der sportlichen Art: Zwei überzeugte Europäer aus dem Saarland wanderten entlang der deutschen Grenze zu Frankreich und Luxemburg. Am Samstag kamen sie in Schengen an.

Als Reaktion auf die deutschen Grenzschließungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie, wollten die Saarländer Philip Hoffmann (31) und Christoph Drost (32) ein Zeichen für die Grenzenlosigkeit Europas setzen. Also wanderten sie innerhalb der vergangenen Woche über 180 Kilometer entlang der saarländischen Grenze zu Frankreich und Luxemburg. Am Samstag kamen sie an ihrem Zielort Schengen an. 


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„Vor einem Jahr hätte ich alles darauf verwettet, dass Grenzschließungen nicht möglich sind“, erklärte Philip Hoffmann. „Unser Ziel muss es sein, dass alle EU-Bürger inklusive mir ein solches Vertrauen in Europa zurückgewinnen, dass eine solche Wette wieder eingegangen werden kann. Denn die ist die Voraussetzung dafür, dass Franzosen in Deutschland arbeiten und Deutsche in Luxemburg.“ 

Christoph Drost nimmt sich zum Abschluss Zeit für ein Selfie mit seinem Wanderkumpanen Philip Hoffmann und ihrem kleinen Empfangskomitee.
Christoph Drost nimmt sich zum Abschluss Zeit für ein Selfie mit seinem Wanderkumpanen Philip Hoffmann und ihrem kleinen Empfangskomitee.
Foto: privat

Ihre Route führte die zwei Freunde aus Merzig von Habkirchen über Remich bis nach Schengen, wo sie von Heinrich Kreft, dem deutschen Botschafter in Luxemburg, sowie dem Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch empfangen wurden. Unterwegs trafen die Aktivisten laut eigenen Aussagen immer wieder auf Bürger und Politiker, die teilweise sogar mitgewandert seien, um sich mit ihnen auszutauschen.

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