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16 Jahre Haft für "Costa Concordia"-Kapitän Schettino
Panorama 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Kreuzfahrtunglück

16 Jahre Haft für "Costa Concordia"-Kapitän Schettino

Francesco Schettino muss ins Gefängnis.
Kreuzfahrtunglück

16 Jahre Haft für "Costa Concordia"-Kapitän Schettino

Francesco Schettino muss ins Gefängnis.
AFP
Panorama 11.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Kreuzfahrtunglück

16 Jahre Haft für "Costa Concordia"-Kapitän Schettino

Der Kapitän der „Costa Concordia“, Francesco Schettino, ist für das Schiffsunglück mit 32 Toten zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.

(dpa) - Gut drei Jahre nach der „Costa Concordia“-Katastrophe mit 32 Toten ist der Kapitän Francesco Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Schettino habe sich unter anderem mehrfach der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter am Mittwochabend im toskanischen Grosseto. Schettino war bei dem Urteilsspruch nicht anwesend, obwohl er das zuvor angekündigt hatte. Er habe Fieber, erklärten seine Anwälte.

Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Januar 2012 mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der italienischen Insel Giglio auf eine Felsen gefahren und gekentert.

Schettinos Anwälte hatten einen Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft 26 Jahre und 3 Monate Haft. Dem 54-Jährigen waren unter anderem fahrlässige Tötung und Verletzung vorgeworfen worden.

Die "Costa Concordia" war vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert.
Die "Costa Concordia" war vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert.
AFP

Schettino hatte sich nach dem Unglück zuerst selbst gerettet, bevor die Evakuierung abgeschlossen war. Er hatte immer wieder betont, dass vor allem seine Crew an dem Unglück schuld gewesen sei. Schettino war der einzige Angeklagte in dem Mammutprozess und stand seit eineinhalb Jahren vor Gericht. Es wird erwartet, dass er Berufung einlegt.

Tränen vor Gericht

Vor der Verurteilung hatte sich Schettino nochmal unter Tränen verteidigt. „Mein Kopf wurde geopfert, um wirtschaftliche Interessen zu schützen“, beklagte der 54-Jährige in seinen Schlussworten. Er sei in den Medien falsch dargestellt worden. „An diesem 13. Januar 2012 bin auch ich zum Teil gestorben“, sagte er. „Es ist schwierig, das ein Leben zu nennen, was ich lebe.“ Anschließend versagte dem Unglückskapitän die Stimme, unter heftigem Schluchzen brachte er sein Statement ab.

Nebenkläger hatten immer wieder betont, dass Schettino nicht alleine für das Unglück verantwortlich gemacht werden könne. Auch die Reederei Costa Crociere treffe eine Schuld, unter anderem wegen technischer Defekte.


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