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Wachablösung an der Spitze der UNICA

UNICA2015 in St. Petersburg- Weltfestival des Autorenfilms - Wachablösung an der Spitze
Georges Fondeur von Dave Watterson abgelöst
Bei Gelegenheit des Weltfestivals der Union Internationale du Cinéma (UNICA) das vor
kurzem in St. Petersburg stattfand, haben ca 140 Kurzfilme aus 28 Ländern aus 4 Kontinenten
friedlich im Wettbewerb teilgenommen. Des weiteren wurde am 20 September in der
Generalversammlung der Delegierten aus 31 Mitgliedsländern unter anderen Themen eine
neue Führungsmannschaft ins Komitee gewählt.
Dieses Jahr wurden jedoch die Karten neu gemischt, da der bisherige Präsident Georges
Fondeur aus Luxemburg, der langjährige Generalsekretär Jan Essing aus den Niederlande und
der Verantwortliche für die Technik Alois Urbanek aus Österreich auf ein erneutes Mandat
verzichteten.
Nach 6 Jahren an der Spitze dieser internationalen Organisation des Nicht kommerziellen
Filmes verlässt also mit Georges Fondeur der Kaptitän das Schiff. Hierzulande ist er kein
Unbekannter, da er 17 Jahre lang den hiesigen Verband FGDCA leitete und zwar von 1975
bis 1990 und von 2001 bis 2003. Desweiteren ist er seit 42 Jahren Mitglied im Komitee des
hauptstädischen Filmclubs CAL und seit 1998 dessen Präsident.
Auf die Gründe seines Rücktritts angesprochen gab Georges Fondeur zuerst zu verstehen dass
das Experiment einer grossen internationalen Organisation vorzustehen sehr bereichernd und
spannend war, mit vielen Reisen und Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, ob
einfache Filmbegeisterte, Verbandsleiter oder Politiker von Rang aus Land, Region und Stadt
verbunden war, was nicht zuletzt vom Amtsinhaber etliche Talente als Botschafter und
Vermittler verlangte. Er vertritt jedoch die Auffassung dass nach 6 Jahren Führungsarbeit fast
ein jeder « seine besten Eier gelegt hat » und dass es folglich nach einer gewissen Amtszeit
Schluss sein sollte und die Zügel in andere Hände zu übergeben seien.
Andere Gründe die seine Bereitschaft weiterzumachen beeinträchtigt haben, seien eine sehr
peinliche Plagiatsaffäre, wo ein Autor sich fremder Aufnahmen bedient hatte um
internationale Preise einzuheimsen, oder auch einige Meinungsverschiedenheiten mit
Kollegen im Komitee über die zukünftige Ausrichtung der UNICA, die bisher zwar gut
funktionnierte jedoch, auf Grund ihrer etwas veralteten Strukturen, nach Neuerungen verlangt.
Trotzdem schaut Georges Fondeur auf eine ganz positive Bilanz zurück. So gestaltete sich
die Feier zum 75. Gründungsjahr der UNICA im Jahre 2013 zu einen herausragendem
Erlebnis und einem rauschenden Fest an dem viele Filmbegeisterte im Tiroler Fieberbrunn
teilnahmen.
Unter seiner Führung wurden des weiteren eine ganze Reihe von Neuerungen eingeführt,
sowohl was die interne Reglementierungen der UNICA betrifft wie auch die Regeln, die den
Mitgliedsverbänden zugute kommen, wie etwa eine neue Beitragsordung oder auch die Dauer
der jedem Land zugeteilte Projektionszeit bei Gelegenheit des Jahresfestivals..
Als Abschiedsgeschenk und als Dankeschön für geleistete Arbeit erhielten die drei
Scheidenden je ein Fensterclip aus einem Glasmalerwerk aus der Schweiz. .
Neuer UNICA Präsident wurde übrigens mit allen Stimmen Dave Watterson, seines Zeichens
Schotte mit Wohnsitz in England. Als neuer Generalsekretär fungiert ab jetzt Dr Georg
Schörner, im übrigen langjähriger Schriftführer des österreichischen Verbandes Vöfa.
Es bleibt noch zu bemerken dass es seit der Gründung der UNICA bislang nur einen
Präsidenten aus Luxemburg gab. Einen Vizepräsidenten gab es wohl während einem Jahr, und
zwar 1967 in der Person des stadtbekannten Fotohändlers und Drogisten aus der
Grossstrasse, Pierre Bertogne, der übrigens von 1952 bis 1975 den Vorsitz im
luxemburgischen Verband führte. .
Bildertext :
DieScheidendenPräsidentGeorgesFondeur,LUX(M.)undGenralsekretärJanEssingNED,(r.)mit
demneuenUNICA-VorsitzendenDaveWatterson,GBR(l.)