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Wechsel im Schöffenrat - Astrid Philipps-Miller tritt ab


Wie am Montag im Rahmen der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Winseler zu erfahren war, wird Schöffin Astrid Philipps-Miller sich aufgrund beruflicher Umstände aus dem dreiköpfigen Führungsgremium der Gemeinde zurückziehen. Das entsprechende Demissionsgesuch sei bereits von Innenminister Jean-Marie Halsdorf angenommen worden, so Bürgermeister Romain Schroeder, der Astrid Philipps-Miller im Sinne der Bürger für ihr Engagement und ihre Arbeit in den vergangenen sieben Jahren dankte.

Auf den vakanten Schöffenposten soll laut einstimmigem Beschluss Rat Aly Stelmes nachfolgen. Astrid Philipps-Miller wird in der Folge nun auch ihr Mandat im Gemeinderat niederlegen. Ernennungen gab es am Montag zudem hinsichtlich der Besetzung des beratenden Klimateams, das an der Umsetzung des Klimapakts mit dem Staat mitwirken soll. Die Räte Roland Esch und Christophe Hansen sollen den Gemeinderat in dem Gremium vertreten. Durch öffentlichen Aushang können sich späterhin aber auch andere interessierte Bürger der Gemeinde für die Mitarbeit melden.

Für tiefgründigere Debatten sorgte am Montag in Winseler auch die Stellungnahme der Gemeinde zur Zusammenlegung der Polizeidienststellen in Boewen und Heiderscheid. Den Kampf der Stauseegemeinde für den Erhalt des Amtes in Boewen könne man nur solidarisch unterstützen, so die einhellige Meinung am Ratstisch. Angesichts des seit Jahren zu beobachtenden Abbaus öffentlicher Dienstleistungen im Ösling, etwa auch im Bereich der Klinikdienste, müsse man sich allerdings darüber hinaus Fragen zur gesamten Rolle des Staates im ländlichen Raum stellen.

Mit Blick auf die beachtlichen Investitionen des vergangenen Jahres, und notwendige Prioritätensetzungen im Budget, beschlossen die Ratsmitglieder ebenfalls einstimmig, für 2014 kein Feldwegeprogramm zu erstellen, sondern die jährlich eingesetzten 100 000 Euro diesmal in Sanierungsarbeiten an innerorts gelegenen Straßen einfließen zu lassen. Die Mittel sollten dabei spezifisch für die Instandsetzung der Straßen „d'Knupp op“ und „am Gewan“ in Winseler sowie für die „Schlassstrooss“ in Grümelscheid bereitgestellt werden.

Rat Christophe Hansen stellte den Kollegen ferner die Idee zu einem Leader-Projekt in der Gemeinde vor. Dabei soll im Rahmen der Ansiedlung der „Téi vum Séi“-Halle und eines Imkerraums in der Schleif ein in die Grünzone reklassiertes Gelände naturnah umgestaltet werden. Dies unter aktiver Einbindung der Bevölkerung, die daher im September zu einem Workshop eingeladen ist.

Eine Dynamik in der Bevölkerung will die Gemeinde zudem durch das Anstreben des „Fair Trade“-Labels lostreten. Winseler wäre übrigens die erste Öslinger Gemeinde, die das Label erhalten würde. (jl)