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Klagewelle losgetreten

Der Fall um die abgeblasenen Projekte Liwingen und Wickringen hat eine Welle von Klagen losgelöst.

Nach Ex-Wirtschaftsminister Jeannot Krecké, der gegen den DP-Abgeordneten Claude Meisch (DP) wegen Verleumdung vorgehen will, ist es nun der Unternehmer Guy Rollinger, der einen Antrag auf Schadensersatz gegen den Staat einreichen will. Dies soll bis Ende Juni erfolgen.

Weil sein Projekt in Wickringen gestoppt wurde, habe er finanzielle Verluste hinnehmen müssen, so das Argument. Nach Aussage des Anwalts handelt es sich um eine sehr hohe Summe. Damit erhöht sich die Zahl der Klagen, die im Zusammenhang mit der Affäre Wickringen-Liwingen geführt werden, bereits auf fünf.

Klage hat Rollinger aber bereits gegen seinen Partner im Projekt Liwingen, Bauunternehmer Flavio Becca, eingereicht. Dieser soll sich nicht an vertragliche Abmachungen gehalten haben. Allerdings scheint bislang noch keine Klage bei Gericht eingegangen zu sein. Nachdem der Presse ein Tondokument zugespielt worden war, hatte Rollinger dann einen Tag nach der Debatte im Parlament angekündigt, dass er Klage gegen Unbekannt einreichen werde.

Am 14. Juni hatte der ehe-malige Wirtschaftsminister Jeannot Krecké angekündigt, dass er wegen der Äußerungen, die der Promotor auf dem Band gemacht habe, eine Verleumdungsklage gegen Guy Rollinger anstrengen werde. Nur fünf Tage später kündigte er an, dass er ebenfalls gegen Claude Meisch Klage führen werde.