Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Goergen nutzt Heimvorteil

Theis im Masters-Wettbewerb überlegen

Noémie Goergen entschied beim Springturnier des Reitstalls Wandhaff die höchste Prüfung, ein
S**-Springen, zu ihren Gunsten. In einem Wimpernschlagfinale lag sie im Stechen knappe zwei Hundertstelsekunden vor dem Deutschen Björn Rohrbach.

Es war der erste S**-Sieg der morgen 19 Jahre alt werdenden Goergen, die so den Heimvorteil auf der schmucken, idyllisch gelegenen Anlage zwischen Welscheid und Warken nutzen konnte. Ob es allerdings wirklich von Vorteil ist, wenn man neben der Reiterei zusätzlich in der Organisation eingespannt ist, sei einmal dahingestellt.

„Am Sonntag konzentrierte ich mich ausschließlich auf den Sport“, so die Amazone, die bereits am Freitag mit ihrem elfjährigen schwedischen Wallach Self Made im ersten S*-Springen des Wochenendes die absolut schnellste Zeit hingelegt hatte. Ihr war dort aber ein, wie sie sagte, „dummer Fehler“ bei einem relativ einfachen Steilsprung zum Verhängnis geworden, der sie auf Platz fünf zurückfallen ließ.

Reimund Hermann (D) gewann diese Prüfung auf Levado. Am Samstag reihte dann Kim Grangenette mit Santos einen weiteren S*-Sieg in sein Palmarès, ehe sich dann am Sonntag Goergen auf der Höhe zeigte. Trotz des vielen Regens war der Platz noch gut, das Geläufe aber etwas tiefer. Kein Reiter blieb im anspruchsvollen Normalumlauf fehlerfrei. Die Reiter mit vier Fehlerpunkten bestritten dann das Stechen, wo Rohrbach als erster Starter gleich eine Superzeit hinlegte. „Ich nahm danach dieselben Kürzungen wie er und am Ende entschied das Glück zu meinen Gunsten“, freute sich Goergen über ihren Erfolg.

Lynn Theis gewann in beeindruckender Manier das Finale des Equiva Masters. Zuvor bereits hatte sie mit Japy die Qualifikationsspringen in Leudelingen, Sanem und Weiswampach für sich entschieden. Auch in Welscheid war die 19-Jährige eine Klasse für sich. Sowohl im Normalparcours als auch in der Siegerrunde legte sie mit ihrer 13-jährigen Stute die absolut schnellste Zeit hin.

„Ich bin kein unnötiges Risiko gegangen. Ich halte eben in den Kurven den Galopp aufrecht und bleibe dadurch im Rhythmus. Japy springt mit viel Herz. Mehr als die Leistungsklasse M** möchte ich meinem Pferd aber nicht zumuten. Mit Le Lys d'As werde ich nächstes Jahr versuchen, die eine oder andere S-Prüfung zu reiten“, nennt die Reiterin des CHB, die in Welscheid gleich vier Mal auf dem Siegerpodest stand, ihre weiteren Ziele. (VON JEAN-PAUL SCHILTZ-FOTO:FERNAND KONNEN)