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Kläranlage geht Spätherbst 2011 in Betrieb

Die Bauarbeiten für die biologische Kläranlage in Welfringen (Gemeinde Dalheim) laufen mittlerweile schon, aber der symbolische Grundstein war bis Freitagnachmittag noch nicht gelegt worden. Dies wurde in einer kleinen Feierstunde nachgeholt. Innenminister Jean-Marie Halsdorf war ebenso anwesend wie unter anderem Vertreter aus dem Schöffen- und Gemeinderat Dalheim sowie der Vizepräsident des interkommunalen Abwassersyndikats Sidest, Jos. Johanns.

Im Vorfeld habe es viele Planungssitzungen und hitzige Debatten gegeben, ehe es zum Bau der biologischen Kläranlage gekommen sei, erklärt Marie-Ange Mousel-Schmit, die Bürgermeisterin der Gemeinde Dalheim. Dies habe man nun hinter sich und auch die finanzielle Unterstützung des Staates in Höhe von 90 Prozent sei bereits zugesagt worden. Die Kläranlage wird insgesamt rund 3,4 Millionen Euro kosten und ist auf 650 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Einige vorbereitende Arbeiten sind bereits abgeschlossen worden. Der Kollektor und die notwendigen Leitungen sind bereits vorhanden. Nach jetzigen Erkenntnissen wird die Kläranlage im Spätherbst 2011 in Betrieb gehen.

Die Baustelle befindet sich zwar einige hundert Meter von der Ortschaft entfernt, doch laut der Bürgermeisterin müssen die Einwohner Welfringens ein paar Behinderungen, die nicht zu vermeiden sind, in Kauf nehmen. Das Gebäude wird darüber hinaus eine Holzverkleidung erhalten, damit es in die natürliche Umgebung integriert wird.

Die Baupläne auf dem Papier wurden vor Ort von einigen Verantwortlichen unterschrieben, ehe diese in einen Behälter verschwanden. Dieser Behälter wurde von der Bürgermeisterin und dem Innenminister in einen Baustein deponiert.

Innenminister Halsdorf versicherte, dass Kläranlagen nicht zum Nulltarif gebaut werden, wenn man bedenke, dass 3,4 Millionen Euro für eine Anlage für 650 Einwohnergleichwerte reserviert worden sind.

Seit 2004 habe der Staat 250 Millionen Euro in Kläranlagen investiert. Die gleiche Summe wurde zwischen 1990 und 2004 ebenso für die Reinigung von Abwasser im Großherzogtum bereit gestellt. Und das Ende der Investitionen sei noch nicht abzusehen. Halsdorf erwartet, dass der Staat in den kommenden Jahren noch eine Milliarde Euro für unter anderem Kläranlagen und Renaturierungen ausgeben müsse. Das Kostendeckungsprinzip in puncto Wasser und Abwasser für Verbraucher müsse demnach umgesetzt werden.

Der Innenminister betonte auch den wachsenden Stellenwert des Wassers im 21. Jahrhundert. „Dieses Jahrhundert wird das Jahrhundert des Wassers werden“, gab er zu verstehen. (jvdh)