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31. Jahrestreffen der „Amicale des Anciens du groupe Saint-Paul“

Lob und Dank für große Leistungen
Über hundert ehemalige Mitarbeiter trafen sich in Welfringen


Rückbesinnung auf Ursprung und Werte, die dem heutigen Unternehmen Saint-Paul Luxembourg zugrunde liegen, sowie die Identifizierung der ehemaligen Mitarbeiter mit ihrem Betrieb, dem sie sich auch im Ruhestand noch verbunden fühlen, standen einmal mehr im Mittelpunkt des freundschaftlichen und geselligen Treffens, das über hundert Pensionierte sowie mehrere Aktive unseres Hauses am Samstag in Welfringen vereinte.

Die Sonne war zwar nicht am Rendez-vous. Im Gegenteil, es herrschte graues Nieselwetter, als die traditionelle „Journée des Anciens“, übrigens die 31. seit der Gründung der „Amicale“ im Jahr 1979, in der Kirche von Welfringen mit einem feierlichen Gottesdienst eingeleitet wurde. Doch tat dies der guten Stimmung und Freude, den (die) eine(n) oder andere(n) frühere(n) Arbeitskollegen (-kollegin) wiederzusehen, keinen Abbruch.

In dem kleinen, aber adretten und dicht besetzten Gotteshaus erinnerte Dompropst André Heiderscheid an den 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, der 2010 begangen wurde. Ein internationaler Konflikt, der 55 bis 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Tausende seien auch für Luxemburg gestorben bzw. weitere Tausende seien durch die unseligen Ereignisse bis an ihr Lebensende gezeichnet, betonte André Heiderscheid.

Luxemburg aber sei nach 1945 aus den Ruinen auferstanden in einer Art und Weise, wie niemand es für möglich gehalten hatte. Den Patrioten, die alles für das Land und seine Leute getan haben, gebühre deshalb nicht nur unsere Erinnerung an ihre glorreichen Taten, sondern vor allem unser großer Dank. „Si sinn als fräi Lëtzebuerger gestuerwen, datt mir als fräi Lëtzebuerger an engem fräie Lëtzebuerg jugéiert ginn. An et gëtt keng méi grouss Léift, wéi wann ee säi Liewen fir aner verschenkt“, so Heiderscheid in seiner Homilie.

„Äert Liewe war net ëmsoss“
Saint-Paul habe auch solche Patrioten in seinen Reihen gezählt: Jean Origer, Batty Esch, Léon Zeimes, die Zwangsrekrutierten Armand François, Pierre Meyers sowie Emile und Georges Steffen. Sie, die hier versammelten Ehemaligen, hätten indes die Chance gehabt und die göttliche Gnade erhalten, am Auf- und Ausbau des Landes mit Hand anzulegen, das somit zum Wohlstand gelangte, um den die ganze Welt uns beneidet. „Äert Liewen war also net ëmsoss. Et war derwäert, gelieft ze ginn, an dofir Felicitatiounen an e grousse Merci am Numm vum alen Direkter, vum Land, vun der Kierch, vun den Doudegen a vum Härgott“, bekräftigte André Heiderscheid.

Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es Worte des Lobes und des Dankes für die „Chorale Ste-Cécile Welfreng“ mit ihrem Dirigenten Norbert Biewer sowie dessen Sohn und Organisten Laurent Biewer, die es verstanden, die Eucharistiefeier musikalisch auf beeindruckende Weise mitzugestalten.

Vor dem Schlusssegen wurde der verstorbenen ehemaligen und aktiven Mitarbeiter der Saint-Paul-Gruppe des vergangenen Jahres gedacht. Es sind dies: Fons Grüneisen (49), Alfred Thommes (70), Gerd Werle (60), Lisa Schmidt-Kieffer (81), Pauline Jung (77), Fernand Ludwig (78), Anny Wahl (80), Jean Baert (73).

Auf Einladung von Saint-Paul Luxembourg fand nach der Messe ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant „A Schmatten“ in Welfringen statt, wo Paul Lenert, Generaldirektor von Saint-Paul und Direktor des „Luxemburger Wort“, die zahlreichen Gäste begrüßte, unter ihnen André Heiderscheid, Ehrenpräsident der Amicale, Präsident Jeannot Schmitz sowie der frühere Generaldirektor Léon Zeches. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die 31. „Journée des Anciens“ einmal mehr zu einem flotten, kollegialen, geselligen und abwechslungsreichen Treffen für alle Beteiligten werde, und vor allem dazu beitrage, die Verbundenheit untereinander zu stärken.

Vielfältige Herausforderungen

Alsdann ging Paul Lenert auf die vielfältigen Herausforderungen ein, denen Presse und Medien ganz allgemein infolge von anhaltenden technologischen Umwälzungen ausgesetzt seien. Saint-Paul versuche, mit Besonnenheit und Augenmaß zu reagieren und die neuen Entwicklungen für die Stärkung seiner Kernaktivitäten zu nutzen. „Wir können die Richtung des Windes nicht beeinflussen, aber wir können sehr gut die Segel unseres Schiffes anpassen, um unser Ziel zu erreichen“, so Lenert zuversichtlich. Das Jahr 2009 sei zwar vor allem infolge der Krise überaus schwierig gewesen, und auch wenn noch manche Herausforderungen zu meistern blieben, wirke sich das Ergebnis von den im Vorjahr ergriffenen Restrukturierungmaßnahmen positiv aus.

Die Antwort auf das sich wandelnde Marktumfeld sei weiterhin mit Änderungen auf unterschiedlichen Ebenen verbunden. Im Zuge dieser Anpassungen wolle man jedoch die Motivation der Gründer des „Luxemburger Wort“ vor 162 Jahren unverändert fest im Auge behalten. „Sie bestand darin, das Land, die Gesellschaft und seine Bürger voranzubringen“, so Lenert. Mit einem gemütlichen Beisammensein, das am späten Nachmittag ausklang, wurde die „Journée des Anciens 2010“ beschlossen.
(VON JEAN-PAUL SCHNEIDER-FOTOS:MARC WILWERT)