WEILER-LA-TOUR - Wiederum zeigte am 13. Mai 2016 die Bilanz über ein Jahr hinweg, dass es den freiwilligen und professionellen Helfern in der Region SUD nicht an Arbeit fehlte.
Der Korpschef des Interventionszentrum Weiler, Daniel Kolber, stellte zunächst den Vertretern der Gemeindeverantwortlichen und der Interventionszentren der Region SUD einen Einblick über den Zusammenschluss der Wehren Weiler-la-Tour, Hassel und Syren vor. Was noch fehle, sei eine Bleibe.
Die Region SUD zählt 775 aktive und 109 inaktive Mitglieder des Rettungsdienstes sowie 272 Jugendliche und 136 Veteranen.
Um den alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden, wird die Instruktion hochgehalten, d.h. im Laufe des Jahres 2015 wurden 743 Übungen abgehalten woran sich 10.886 Mitglieder beteiligten. Auf regionaler Ebene absolvierten 253 Feuerwehrfrauen und -männer diverse Kurse.
Die Region SUD setzt sich aus 17 Gemeinden und 20 Feuerwehrkorps sowie 8 Rettungszentren zusammen. Die ca. 186.000 Einwohner der Region bilden runde 1/3 der Gesamtbevölkerung des Landes. 874 (+133) Brandeinsätze, 4.024 (+408) technische Einsätze und 180 (+108)„First Responder“-Einsätze galt es im Jahr 2015 zu bewältigen. Im Vergleich zum ganzen Land sind dies ein 1/4 aller Einsätze. Die häufigsten Brandobjekte waren Zimmer, gefolgt von Mülltonnen, Hecken und Pkw’s. Bei den technischen Einsätzen dominierten wiederum Wespen, gefolgt von Verkehrsunfälle und Türöffnen. Bei den „First Responder“-Einsätzen stach natürlich die Erste Hilfe hervor.
Der Region stehen 31 Tanklöschfahrzeuge, 26 Mannschaftstransportwagen und diverse andere Fahrzeuge, Anhänger usw. zur Verfügung.
Die Jugendfeuerwehr besteht aus 272 Jugendlichen in 19 Wehren. Im Jahr 2015 wurden 537 Übungen mit 5936 Jugendlichen abgehalten. 116 Jugendliche haben ihre Stufe (Bronze, Silber oder Gold) im Wissenstest bestanden.
Gust Loeven, Regionalpräsident, ging in seiner Ansprache besonders auf die internationale Freundschaft mit Argentinien ein. Derselbe gab bekannt, dass demnächst 3 Fahrzeuge nach Argentinien verschifft werden. Ein Dankeschön ging an die Gemeinden Rumelange und Useldange sowie an die ASS (Administration des Services de Secours). In Sachen Ausbildung bedankte er sich bei den Ausbildern, denn immerhin wurden 119 Mitglieder mit einem Diplom ausgezeichnet.
Const Schwartz, Vize-Präsident des nationalen Feuerwehrverbandes, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit auf Landesebene. Zu verstehen gab er auch, dass der Jugendleiter eine der wichtigsten Personen in einem Korps ist und wünschte dem zukünftigen Präsidenten des Jugendausschusses Frank Hermes eine glückliche Hand.
Cecile Hemmen, Bürgermeisterin der Gemeinde Weiler, sagte, dass eine Feuerwehr der wichtigste Bestandteil einer Gemeinde ist. Sie sah auch, dass die bevorstehende Reform eine Verbesserung für den Rettungsdienst darstelle und bedankte sich für die formidable Arbeit, welche von den Freiwilligen übers Jahr geleistet wird. In der Gemeinde Weiler wird die Jugendarbeit unterstützt, da jeder Jugendliche zum 8. Geburtstag seitens der Gemeinde eine Einladung zur Jugendfeuerwehr erhält.
In Vertretung des Innenministers bedankte sich Alain Becker bei den Freiwilligen, welche das Standbein des Rettungsdienstes sind. Wichtige Etappen seien in nächsten Zeit der Wechsel von analog auf digital sowie die daran neu gegliederte Kommandostruktur. Auch in der Informatik steht das ELS (Einsatz-Leit-System) und das Update des internen Intranets vor der Tür. Des Weiteren wird in den nächsten Tagen das neue Organigramm des zukünftigen CGDIS vorgestellt. Ein wichtiger Abschnitt ist der sogenannter „Droit de priorité“, denn dieser öffnet jedem Freiwilligen die Tür zum professionellen Rettungsdienst. Die Reform ist auf den Schienen und nicht mehr zu bremsen.
Das Regionalkomitee setzt sich zusammen aus dem Präsidenten Gust Loeven, den Vizepräsidenten Jerry Heinen und Christian Kroupchenka, dem Sekretär Nico Grisius, dem Kassierer André Dias Martins, dem Instruktor Nico Thill, dem Inspektoren Guy Bernar und Nico Wagner, dem Jugendleiter David Holcher mit seinen Stellvertreter Nicole Frantz und Aurélien Ternat sowie den Beisitzenden Jerry Herkes, Pierrette Goedert, Raymond Moos und Jos Vidotto zusammen.