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Die Slums von Wecker

Derzeit legt sich wieder mal das Herbstlaub auf die verfallenden Gebäude der Cité Syrdall.
Wie in einem Dornröschenschlaf, liegen die Häuser an den Ufern der Syr und werden teilweise von Unkraut und Hecken überwuchert.
Die Bewohner kommen und gehen, aber glückliche Gesichter sieht man hier nicht.
Wahrlich, die verbliebenen Bürger sind nicht zu beneiden. Mülltonnen der Gemeinde werden ihnen nicht zur Verfügung gestellt, aber man weiss sich ja zu helfen…der Müll liegt überall herum und was brennbar ist, wird nach Einbruch der Dämmerung verbrannt.
Die Infrastruktur wird seitens der Gemeinde vernachlässigt und die Herrschaften des Fond de Logement sieht man auch nicht mehr.
Im letzten Jahr kam Hoffnung auf. Eines Morgens fuhr der Bagger vor und 2 der heruntergekommenen Baracken wurden abgerissen, gut so. Allerdings, die schweren Geräte waren wieder schnell verschwunden, die gewohnte Ruhe kehrte wieder ein und die Anwohner fragen sich bis heute, warum der Elan so schnell verflogen war.
Bald ist wieder ein Jahr vorbei, ohne dass das „Problem“ gelöst werden konnte. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde in diesem Jahr die Schotterpiste, welche durch das Viertel führt auf der „sichtbaren“ Seite nicht gerade fachmännisch mit Makadam aufgefüllt.
Das war’s dann auch schon.
Da kann man doch nur hoffen, dass die Gemeinde das so gesparte Geld mit den Einnahmen der so zahlreichen herbeigelockten Industriebetriebe mischt und wenigstens in die marode und total überlastete Kläranlage investiert…dann haben wenigstens die Fische was davon.