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Ein Café des Âges, wo es an Ideen sprudelte

Etwa 80 Teilnehmer folgten der Einladung in den Club Senior Muselheem in Wasserbillig

In Zusammenarbeit mit Festivasion, der Maison des Associations, HELP asbl und RBS-Center fir Altersfroen sowie dem Club Senior Muselheem, dem Jugendhaus Mertert-Wasserbillig-Wormeldingen und der beratenden kommunalen Integrationskommission aus Mertert, veranstaltete LEADER Miselerland kürzlich ein Café des Âges in Wasserbillig.

Etwa 80 Teilnehmer, Jugendliche und Junggebliebene, Bewohner der Gemeinde Mertert, Einwohner des Miselerland und der Großregion – Personen unterschiedlicher kultureller Herkunft – hatten sich zusammengefunden, um an diesem Diskussionsnachmittag teilzunehmen.

Herr Manuel Rizzo, Gemeinderat und Vorsitzender der beratenden kommunalen Integrationskommission, begrüßte alle Teilnehmer. Er zeigte sich hocherfreut darüber, dass so viele Personen Interesse am Ideenaustausch und am Teilen ihrer Erfahrungen finden. Er unterstrich die Wichtigkeit der Tatsache, dass das „Zusammenleben“ alle Menschen betrifft. Es genügt nicht, lediglich die Integration spezifischer Zielgruppen ins Auge zu fassen. Vielmehr geht es darum, Missverständnisse zwischen Generationen, Kulturen und Menschen unterschiedlicher sozialer Situationen ganz generell aus dem Weg zu räumen.

Herr Gereon Zeimet, Verantwortlicher des Club Senior Muselheem, stellte die im Rahmen dieser Einrichtung organisierten Aktivitäten vor. Sehr beeindruckt über die hohe Teilnehmerzahl wünschte er ergiebige und interessante Diskussionen und Gespräche.

Animierte Diskussionen, die Vorurteile überwinden lassen

Folgende Fragen wurden bei Kaffee und Kuchen besprochen: Wie erleben wir das « Zusammenleben » in unseren Gemeinden und in der Region des Miselerland? Welche Unterschiede gibt es zwischen früher und heute, wenn man das Zusammenleben betrachtet? Welche neuen Ideen und Vorschläge können wir formulieren?
Offenheit gegenüber anderen, Toleranz und Respekt, aber auch das Überwinden von Ängsten gegenüber dem Anderen – und dies nicht nur im Hinblick auf Menschen mit einer Behinderung – waren widerkehrende Themen, die zum Teil sehr heftige Reaktionen hervorriefen. Angepasste kommunale Angebote zur Erhöhung der Mobilität jener Einwohner, die in ihrer Autonomie eingeschränkt sind, sowie die Barrierefreiheit der regionalen Infrastrukturen für alle Menschen gehören zu den am Ende der Diskussionen geäußerten Vorschlägen.

Generell konnten Vorurteile abgebaut sowie Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Menschen mit oder ohne Behinderung an vier luxemburgischen, sowie einem französischsprachigen Tisch identifiziert werden.

Ein animierter, innovativer Bericht

Eine Synthese der Diskussionen an den fünf Tischen wurde am Ende des Nachmittags präsentiert.

Zudem lässt LEADER Miselerland, im Rahmen des Projektes Pacte d’Intégration, zurzeit eine spielerische Animation entwickeln. Diese soll die Diskussionen, Kritikpunkte und Vorschläge, die während allen Café des Âges in den Jahren 2013 und 2014 in der Region des Miselerland geäußert wurden, widergeben. Einen ersten Vorgeschmack auf diese Animation finden Sie unter http://leader.miselerland.lu/aktuelles/cafe-des-ages-2013-2014/ . Die komplette Version wird Ende Oktober 2014 vorgestellt werden.

Das Konzept der Café des Âges

Das Café des Âges ist ein Ort, an dem demokratische Diskussionen zwischen Bürgern unterschiedlicher Generationen stattfinden. Ähnlich wie im Philosophischen Café oder anderen Bürger-Cafés, kann frei gesprochen werden, und dies in einem gemütlichen Rahmen, wobei jeder Teilnehmer den anderen aktiv zuhört. Im Gegensatz zu diesen jedoch steht das „Zusammenleben zwischen den Generationen“ bei einem Café des Âges im Mittelpunkt. Ein Bericht wird angefertigt, so dass nach einer Analyse Forderungen und Empfehlungen der teilnehmenden Bürger an die unterschiedlichen politischen Instanzen weitergeleitet werden können.