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Grosse 'Roukiprëssessiunn' zum Abschluss de Bildchenswoche

GROSSE 'ROUKIPRËSSESSIUNN' zum Abschluss der Bildchenswoche in Vianden, in Anwesenheit von Erzbischof Jean-Claude Hollerich


PROFER LUMEN CAECIS, MALA NOSTRA PELLE .

Über der Eingangstür der kleinen Bildchenskapelle, in einer herrlichen Naturlandschaft, steht die, an die Gottesmutter gerichtete Inschrift 'Mach die Blinden sehend, allem Übel wahre!'

Ein zierliches Türmchen weist wie ein Fingerzweig zum Himmel.


Der erste Stein der Bildchenskapelle wurde 1848 gelegt. Die Installaation des Gnadenbildes, eine 35 cm hohe, in Lindenholz geschnitzte Statue mit Krone und Zepter, das Jesuskind tragend, ebenfalls mit Krone und die Weltkugel in der Hand, erfolgte 1849 und die Einsegnung der Kapelle im Jahre 1850. Seit diesem Jahr beteiligen sich Jahr für Jahr, ausser den Pfarreien des Dekanates auch die Einwohner der umliegenden Dörfer des Öslings und der Eifel am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt an der 'Roukiprëssessiunn'. Ausnahmen bildeten das Jahr 1875 (bischöfliches Prozessionsverbot wegen Tanzbelustigung anlässlich der am gleichen Tag stattfindenden Kirmes) und während den 4 letzten Jahren des 2. Weltkrieges. (Verbot in Hitlers Namen). Der 1848 gegründete Viandener Musikverein, die heutige Stadmusik, führt sein 1850, Prozessionsmärsche spielend, die Prozession an.


Im feierlich zelebriertem Hochamt an diesem 'Roukisonndig', in dem die Gläubigen sich im Gebet bereits auf die nachmittägliche Prozession vorbereiteten, wies Abbé Henri Hamus in seiner Festtagpredigt, auf den Glauben der Heiligen hin und forderte die Christen auf, durch ihr Leben und Handeln, die Mitmenschen neugierig auf den christlichen Glauben zu machen.


Pünktlich um 14.15 Uhr, zog die Prozession, umrahmt von der Stadmusik und der Chorale Trinitaire, mit an der Spitze Erzbischof Jean-Claude Hollerich, sowie zahlreichen Geistlichen, unter ihnen Regionaldechant, Martin Molitor, Seminaristen und Gläubigen der neuen Pfarrei Parc Our St Nicolas, von der Trinitarierkirche in Richtung Bildchenskapelle. Für Abbé Léon Kirsch war die Prozession 2017 etwas Besonderes, war es seine bereits 50. Teilnahme.


Nach der Erteilung des Segens beim Justizkreuz sowie beim Kruzifix oberhalb der Jugendherberge, Denkmäler, die von den anliegenden portugiesischen und luxemburgischen Einwohnern mit viel Liebe geschmückt waren, zog die Prozession in Richtung 'Bildchensbësch'.

Am Fuss des Schlosses reihten sich weitere Pilger in die Prozession ein, die sich betend und singend entlang der Lourdes-Grotte zur Fatima Gedenkstätte begab, wo erneut der Segen erteilt wurde. An der Mutergottesstatue auf dem 'Hiddelbuer', dem Napoleonsgärtchen, dem Kletterpark und dem Herrgottsgäertchen entlang, ging es bei der 'Immaculata' an der Wasserstelle abwärts entlag den Bildstöcken der 'Sieben Schmerzen Mariens' zur Bildchenskapelle mit Erteilung des Segens. Zum Anlass waren sowohl die Bildchenskapelle wie der Pavillon beim Fatima Denkmal von den 'Veiner Krëppebauer' dekoriert worden.


Es oblag Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der sich seit seiner Kindheit jährlich an der Prozession beteiligt, den sakramentalen Schlusssegen in der Trinitarierkirche zu erteilen, bevor sich Dechant Jeannot Gillen bei allen Beteiligten bedankte.


Ein, vom Kirchenrat organisierter Empfang im Kreuzgang, rundete den Nachmittag ab.