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FEIERLICHER ABSCHLUSS DER BILDCHENSWOCHE

„Du bass eis Hoffnung!“

„Besser hätte man die traditionelle Bildchenswoche, die der Muttergottes gewidmet ist und nach einem Jahr Pause, Corona-bedingt, wieder im Burgstädtchen Vianden stattfand, nicht betiteln können“, so Generalvikar Patrick Müller gleich am Anfang seiner viel beachteten Predigt anlässlich des Hochamtes in der Trinitarierkirche, dem er zum Abschluss der Bildchenswoche vorstand.


Fürsorge, Solidarität und Verständnis sind die mütterlichen Attribute der einfachen Frau und Mutter Maria, der in ihrem irdischen Leben weder die Erfahrung des Schmerzes noch die Mühsal der Arbeit erspart blieben.


Seit den Zeiten der Pest, der Cholera oder der Weltkriege wird die Verehrung Marias sichtbar in unzähligen Marienwallfahrtsorten, zu denen die Viandener Bildchenskapelle ohne Zweifel gehört. Menschen, die Kummer haben oder in großer Not sind suchen die Mutter, die tröstet, die ermutigt, die Mutter, die Hoffnung und Freude gibt.


„Die Viandener sollten die Teilnahme an der Prozession von Kardinal Jean-Claude Hollerich, ein Kind der Stadt Vianden, als Wertschätzung betrachten“, so Patrick Müller weiter in seiner Predigt. Trotz seiner unzähligen Verpflichtungen tut Jean-Claude Hollerich sein Möglichstes, jedes Jahr am Bildchenstag in Vianden zu sein.


Musikalisch umrahmt von der ‚Veiner Stadmusik‘ , der Chorale Trinitaire , der Statue des Hl. Rochus, getragen von den Männern der Pfarrei, dem Gnadenbild, geschultert von der lokalen Sektion der ‚Fraen a Mammen Yolande‘, dem Klerus, den Messdienern sowie den Gläubigen, führte die Prozession von der Trinitarierkirche, entlang des Justizkreuzes und des Viandener Geschichtsmuseums zu einem einladenden kleinen Platz der Ruhe am Fuβ der ‚Al Gaass‘. Wegen der Baustelle beim Justizkreuz wurde diese gemütliche Oase erstmals genutzt für den Aufbau eines kleinen Altars, floral dekoriert von Mitgliederinnen des Pastoralrates.. Hier wurde dann auch der erste Segen erteilt. In Richtung Schloss erfolgte der zweite Segen beim Kruzifix oberhalb der Jugendherberge, das mit viel Liebe von den anliegenden portugiesischen Einwohnern mit Sonnenblumen geschmückt war


Unter den Klängen der ‚Veiner Musik‘ begab sich die Prozession zur ‚Fatima‘ Gedenkstätte, entlang der ‚Lourdes Grotte‘, für den dritten sakramentalen Segen. Die Dekoration des Pavillons bei der Fatima Gedenkstätte obliegt seit Jahren den ‚Veiner Krëppebauer‘. An der Muttergottesstatue auf dem ‚Hiddelbour‘, dem Napoleonsgäertchen, dem Kletterpark und dem Herrgottsgäertchen entlang, ging es bei der ‚Immaculata‘ an der Wasserstelle abwärts entlang den Bildstöcken der ‚Sieben Schmerzen Mariens‘ zur Bildchenskapelle mit Erteilung eines weiteren Segens vor dieser, unter Denkmalschutz stehenden Kapelle, die das ganze Jahr über unter der Obhut der Viandener Fraen a Mammen Yolande steht.


Zurück in der Trinitarierkirche wurden die Prozessionsteilnehmer von mächtigen Orgelklängen empfangen , die Nikola Eckertowa der historischen Orgel entlockte. Nikola fungierte lange als Kirchenorganistin in Vianden und wird jedes Jahr für die Bildchenswoche als Gastorganistin von der lokalen Kirchenfabrik verpflichtet.

Mit Gottes Lobgesang und dem sakramentalen Segen von Kardinal Jean-Claude Hollerich fand die Bildchenswoche 2021 ihren Ausklang vor dem Bildnis der kleinen Marienstatue.


Mit einem Empfang im Garten des Pfarrhauses schloss die Bildchenswoche 2021.

Ab Montag kehrt das ‚Bildchen‘ wieder für ein Jahr zurück in ihr ‚trautes Heim‘ in der täglich geöffneten Kapelle im Bildchensbësch, wo Wanderer und Pilger ihre Anliegen vorbringen und eine Kerze anzünden können.


Gaby Heger