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Expo Michael Baerens & Agii Gosse

14
Aug
2022
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Michael Baerens

In der Galerie Vianden zeigt Michael Baerens installative Arbeiten, die aus malerischen und plastischen Elementen bestehen und dabei amorphe, teilweise chaotisch aussehende Farbfindungen zum Thema haben. Die meisten sind mit Tusche auf großen Papieren oder großen Leinwänden aufgebracht. Tuschen sind qualitativ sehr hochwertige Farben von großer Intensität und erlauben sehr gut, mit freien Farbverläufen zu experimentieren.

In seiner plastischen Arbeit hat Michael Baerens über Jahrzehnte mit Materialien experimentiert, die eine hohe plastische Präsenz erzeugen können und auf ewigkeitsfixierte Prozesse wie Bronceguss oder Aluminiumguß verzichten. Wichtiges Material für Außenarbeiten war z.B. Aluminiumfolie, weil man die in jedem Supermarkt kaufen kann und die Arbeiten darüber lebendig bleiben können, daß eine Überarbeitung jederzeit möglich ist. In der Viandener Ausstellung sind die plastischen Anteile aus geknetetem Papier gefertigt und mit Tusche farbig gestaltet. Schiffe, Figuren und Köpfe sind zu sehen.

Außer zahlreichen Präsentationen eigener Arbeiten in Ausstellungen ist für Michael Baerens die Frage einer guten Kunstvermittlung immer wichtiges Thema gewesen. Er hat Kurskonzepte für kreative Arbeit in der Erwachsenenbildung entwickelt und umgesetzt und über Jahre hinweg als Lehrer an einer Gesamtschule Projekte mit Schülern in Zusammenarbeit mit Kölner Museen realisiert. Mit agii gosse zusammen hat er im Kunstverein 68elf e.V. Köln die Möglichkeiten voll ausgeschöpft, freie und nicht kommerziell ausgerichtete Ausstellungskonzepte zu entwerfen und zu realisieren in etlichen national und international ausgeschriebenen Ausstellungen.


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Agii Gosse


Die Kunst der in Berlin geborenen Agii Gosse ist vielfältig und bewegt sich leichtfüßig  zwischen Konzept und Pop-Art. Geprägt durch ihr Studium Anfang der 70er Jahre bei Joseph Beuys in Düsseldorf und später an der Gesamthochschule Siegen lotet agii gosse in ihrer Malerei, Objektkunst, Installation und Fotografie die Grenzen zwischen Kunst, Konsum und Popkultur aus.1988 entwickelte agii ihre Textmarker-Collagen, indem sie ihre aus Zeitungen ausgeschnittene Sammlung legendärer Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Politikzunächst im Copy-Shop in Schwarz-Weiß bis A4 vergrößerte und dann mit handelsüblichen Textmarkern colorierte. Diese Arbeitsweise hält bis heute an, lediglich seit 2010 erweitert durch die Möglichkeiten einer dauerhaften Konservierung der Werke als Fine-Art-Prints auf Alu-Dibond, wobei dann auch größere Formate als Präsentation möglich sind.

Es ist vor allem eine Konservierung von Zeitabschnitten und Emotionen, für die die dargestellten Persönlichkeiten stellvertretend stehen. Die in den Collagen celebrierten Personen sind Vorbild, Ikone oder Wegbegleiter für agii gosse und sicherlich für viele Menschen.

Arbeiten von agii werden seit Mitte der 80er Jahre in Kunstvereinen, Galerien und Museen

gezeigt. Sie ist in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten und hat zahlreiche Kunstpreise und Stipendien erhalten.

Mit Michael Baerens entwickelt sie seit 2008 gemeinsame Ausstellungsprojekte.